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EINLEITUNG
IM Spätherbst 1902 war es — da saß ich im Park der Militärakademie in Wiener-Neustadt unter uralten Kastanien und las in einem Buch. So sehr war ich in die Lektüre vertieft, daß ich kaum bemerkte, wie der einzige NichtOffizier unter unseren Professoren, der gelehrte und gütige...
Reimstrophen Oden und andere Gedichte
Das Schicksal
ÜQoaxwowTEi rrjv eiftag/ievipi, aocpoi.
Atscbylus
Als von des Friedens heiigen Talen, Wo sich die Liebe Kränze wand, Hinüber zu den Göttermahlen Des goldnen Alters Zauber schwand, Als nun des Schicksals ehrne Rechte, Die große...
Sagen von Artemis
»Ich? Nie! Kein einziges Mal!« sagte der Jüngste. »Dabei bin ich bereit, mein Leben dafür herzugeben!« »Daß du das meinst, ist nichts Merkwürdiges. Was tut auch die Jugend nicht alles für ihr Leben gern. Um was ist die Jugend nicht alles bereit, ihr Leben anzubieten...
> den 24.Novemberi66j wurde Otto vonRilke/ auf Langenau/Gr äniti und Ziegra/zu Linda mit seines in Ungarn gefallenen Bruders Christoph hinterlassenem Antheile am Gute Linda beliehen; doch mußte er einen Revers ausstellen/nach welchem die Lehens reichung null und nichtig sein sollte/im Falle sein...
Immer ist der Tod unterwegs, der düstere Engel. Wir kommen aus dem Dunkel, anfangs ist die Welt noch klein zwischen den fünf Brettern der Wiege. Aber die Welt wáchst mit uns Jahr um Jahr. Die Macht des Bősen wáchst, auch der Mut, die schöne und törichte Kühnheit der Jugend. Liebe kommt...
Nachwort
Auf die Fastnacht des Jahres 1494 erschien in der Offizin Johann Bergmarms von Olpe zu Basel ein Literaturwerk, dem ein beispielloser Erfolg beschieden sein sollte. Es erlebte nicht allein sechs rechtmäßige Ausgaben zu Lebzeiten seines Autors, sondern es wurde bereits im Jahre seines...
Die hier vorliegende Sammlung soll die Sagen und My= then der Juden enthalten, die, an die Schrift anknüpfend, von ihr ausgehend und sie in vielfachem Sinne erweiternd, sich durch das ganze nachbiblische jüdische Schrifttum zie= hen. Auf die Mythen von der Urzeit folgen die Sagen von den...
VORREDE ZUR DRITTEN AUFLAGE
Das ist der alte Márchenwald! Es duftet die Lindenblüte! Der wunderbare Mondenglanz Bezaubert mein Gemüte.
Ich ging fürbaB, und wie ich ging,
Erklang es in der Höhe.
Das ist die Nachtigall, sie singt
Von Lieb und Liebeswehe.
»
Sie singt von Lieb und...
VERANLAGUNG. ABKUNFT. AUFSTIEG (FREIBURG. DÜSSELDORF) ENN wir es versuchen, das Leben und das künstlerische Wirken Anselm Feuerbachs in einem kurzen Abrifi zu behandeln, müssen wir, bei Feucrbach mehr als bei irgendeinem anderen Meister der bildenden Kunst, zurückgehen auf die Persönlichkeiten...
VORWORT
Aus der frühen Jugendzeit Schopenhauers besitzen wir eine Reihe von Tagebüchern und Briefen, die alle auf gleichen Ton gestimmt sind: er sieht überall das Traurige und Häßliche der Welt, er sieht die Leiden der Menschen, er sieht das Kleine, das so leicht dem Menschlichen...
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JOSEPH FOUCHÉ, einer der mächdgsten Männer seiner Zeit, einer der merkwürdigsten aller Zeiten, hat wenig Liebe gefunden bei seiner Mitwelt und noch weniger Gerechtigkeit bei der Nachwelt. Napoleon auf St. Helena, Robespierre bei den Jakobinern, Carnot, Barras, Talleyrand in ihren...
EINGANG Wer du auch seist: Am Abend tritt hinaus aus deiner Stube, drin du alles weifét; als letztes vor der Ferne liegt dein Haus: Wer du auch seist. Mit deinen Augen, welche müde kaum von der verbrauchten Schwelle sich befrein, hebst du ganz langsam einen schwarzen Baum und stellst ihn vor den...
Mirós Bilder sind barbarisch, in der alten Bedeutung, daß sie nicht klassisch sind. Unklassisch sind sie durch traumhafte Verzerrungen, durch das flächige Nebeneinander, durch das Fehlen von Perspektive. Die Gestalten und Figuren Mirós sind so weit abstrahiert, daß sie gerade noch erkennbar...
NACHWORTDie Verehrung von Reliquien bildete einen wesentlichen Bestandteil des mittelalterlichen Heiligenkultes. Der in seinem Ursprung bereits viele orientalische Elemente enthaltende Reliquienkult blühte schon im Frühchristentum. In der abendländischen Kirche wurde es erst durch das Reimser...
WAHRLICH, ein großes Unrecht geschieht dem An-denken dieser jungen Liebenden, daß ihre Ge-schichte noch von keinem Dichter mit schuldigerErinnerung in erhabenen Versen besungen worden ist,sondern dem entstellenden Geschwätze der Unwissendenüberlassen bleibt; weil nun mein Verlangen, mich...
Neben die Sammlungen der Werke und Briefe Rainer Maria Rilkes tritt nun in diesem Bildband das Leben, das er mit allen Sinnen eines von seiner Aufgabe in unerbittlicher Gewissenhaftigkeit ergriffenen Dichters in sich aufgenommen hat, um es mit den Mitteln einer in ihrer Ungewöhnlichkeit sich bis...
JOSEPH FOUCHÉ, einer der mächtigsten Männer seiner Zeit, einer der merkwürdigsten aller Zeiten, hat wenig Liebe gefunden bei seiner Mitwelt und noch weniger Gerechtigkeit bei der Nachwelt. Napoleon auf St. Helena, Robespierre bei den Jakobinern, Carnot, Barras, Talleyrand in ihren Memoiren,...
An Friedrich Kayssler
Breslau, 16. Dezember 1889
Mein lieber Fritj,
glaube mir, daß eine Stunde der Begeisterung mehr gilt, als ein Jahr gleichmäßig und einförmig dahinziehenden Lebens. Die Ruhe ist Dein Feind, sie ist mein Feind, ist der aller Menschen - ich meine die Ruhe der...
VERSUCH EINER EINLEITUNG ZUR DRITTEN BEZIEHUNGSWEISE ERSTEN AUFLAGE
Aufgefordert vom Verfasser, eine neue Einleitung zu schreiben oder die alte — meines seligen Jeremias — zu belassen, verbind ich beides, insofern als ich zum ersten festgestellt zu haben wissen möchte, daß dieses Buch...
Raphael, Tizian und Correggio sind die Grundsäulen aller wahrhaft großen Kunst< so hat Anton Raphael Mengs das künstlerische Glaubensbekenntnis des 18. Jahrhunderts for= muliert. Für alles, was jenseits dieser strahlenden Gipfel in der Tiefe der Zeiten lag, blieb der Horizont bis zum Ausgang...
DIE FRÜHEN KRÄNZE
i
Oft bange ich, vom Tal der Heiterkeit Biege mein Weg zu Stille schon und Schweigen, Denn leiser wandelt meiner Stunden Reigen, Wie Menschen gehn vor naher Müdigkeit.
So war, was ich, ein Kind, ein Träumer nahm, Das Leben schon? Und waren die verfrühten Geschicke, die...
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> den 24. November 1663 wurde Otto von Rilke / auf Langenau / Gränitz und Ziegra / zu Linda mit seines in Ungarn gefallenen Bruders Christoph Unterlassenem Anteile am Gute Linda beliehen; doch mußte er einen Revers ausstellen / nach welchem die Lehensreichung null und nichtig sein sollte / im...
EINFÜHRUNG
Die Perser waren die Erben der griechischen Wissenschaft. Dem Griechentum selbst war sie auf Jahrhunderte verlorengegangen, als das Christentum im vierten Jahrhundert zur Staatsreligion erhoben und alles Heidnisdie verbannt wurde. Nur in Athen hatte sich noch ein Jahrhundert lang die...
Rodin war einsam vor seinem Ruhme. Und der Ruhm, der kam, hat ihn vielleicht noch einsamer gemacht. Denn Ruhm ist schließlich nur der Inbegriff aller Mißverständnisse, die sich um einen neuen Namen sammeln.
Es sind ihrer sehr viele um Rodin, und es wäre eine lange und mühsame Aufgabe, sie...
Die Sinngedichte an den Leser Wer wird nicht einen Klopstock loben? Doch wird ihn jeder lesen? - Nein. Wir wollen weniger erhoben Und fleißiger gelesen sein.
Ebendieselben
Wir möchten gern dem Kritikus gefallen, Nur nicht dem Kritikus vor allen. , Warum? Dem Kritikus vor allen Wird auch kein...
E
inen staubgrauen Hügel hinauf kriecht ein Mensch mit zähen, langsamen Bewegungen, sein Rücken ist der Neigung des Hügels parallel. Als er oben ankommt, macht es von hinten gesehen den Eindruck, als sitze er zappelnd auf einem lotrechten Pflock, aber nun wendet er sich; es ist ein...