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EINLEITUNG
DER im Jubiläumsjahr 1904 veröffentlichten Übersetzung einer Auswahl von Petrarcas Sonetten und Kanzonen legte ich die 1896 und 99 erschienenen Ausgaben vonMestica und namentlich die von Carducci-Ferrari zugrunde. Beide gaben den Originalkodex Petrarcas wieder, den de Nolhac und A. Packscher im Cod. Vat. lat. 3195 wieder aufgefunden hatten. Im Jahre 1904 gab Salvo Cozzo diesen Kodex noch einmal heraus, mit noch eingehenderem Verständnis, mit noch peinlicherer Sorgfalt geprüft und durchgearbeitet. Dieser von Karl Voßler warm empfohlenen Ausgabe habe ich mich diesmal angeschlossen. Zahlreiche phonetische und orthographische Änderungen kamen für die Übersetzung weniger in Betracht, wertvoller waren für mich die Abweichungen in der Interpunktion. Wie wichtig es für den Herausgeber ist, hier Entscheidung zu treffen, sagt schon Leopardi in der Vorrede zu seinem Petrarcakommentar: „Eine recht schwere Arbeit, die aber fast zu einem zweiten Kommentar werden kann." Derartige Änderungen haben in dieser Auflage besonders folgende Nummern erfahren: XXIV, 14; XXXII, 13, 14; XXXIX, 10, ii; LXXV, 9, 14; LXXVIII, 8, 12. Alles übrige, das sonst vom Text der ersten Ausgabe abweicht, ist nur Folge meines redlichen, vielleicht vergeblichen Bemühens, zu größerer Klarheit und Formschönheit durchzudringen.
Salvo Cozzo fügt dem Titel bei: „Secondo la revisione ultima del poeta." Man sieht da den alten Herrn förmlich an der Arbeit, schrieb er doch im Jahrei 366anBoccaccio,er wolle verhindern, daß seine Vulgärreime von den Leuten noch mehr zerfetzt
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