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1Wang Lung lag im Sterben. Er lag in jenem kleinen, dunklen alten Lehmhause in der Mitte seiner Felder; in dem Räume, wo er als junger Mann geschlafen hatte, auf demselben Bett, auf dem er in seiner Hochzeitsnacht gelegen hatte. Die Stube war sogar noch schlechter als irgendeine der Küchen in dem großen Stadthause, das ebenfalls ihm gehörte und in dem nun seine Söhne und deren Söhne wohnten. Er war jedoch zufrieden, hier zu sterben, inmitten seines Landes, in diesem alten Hatjse seiner Väter, in dieser Stube mit ihren rohen, ungestrichenen Bänken und dem Tische, hier, hinter seinen Bettvorhängen aus blauem Kattun, da er schon einmal sterben mußte.Denn Wang Lung wußte, daß seine Zeit gekommen war, und er schaute zu seinen beiden Söhnen hin, die bei ihm waren, \,ind er wußte: sie warteten darauf, daß er sterbe, und seine Stunde war gekommen. Sie hatten gute Arzte aus der Stadt geholt, und die waren mit ihren Nadeln und ihren Kräutern erschienen; sie hatten ihm lange den Puls gefühlt, hatten seine Zunge angesehen, am Ende aber ihre Arzneien zusammengepackt und zum Abschied gesagt: Sein Alter liegt auf ihm, und niemand kann den ihm bestimmten Tod abwenden.Da hörte Wang Lung diese seine zwei Söhne zusammen flüstern, die gekommen waren, in seinem Lehmhause bei ihm zu bleiben, bis er stürbe; und sie dachten, er sei in Schlaf gesunken, doch er hörte sie. Sie starrten einander feierlich an und sie sagten: Wir müssen nach Süden senden um seinen dritten Sohn, unseren Bruder 1Und der zweite Sohn antwortete: Ja, und wir müssen sogleich senden, denn wer weiß, wo er nun mit dem General, dem er dient, umherzieht./