Bővebb ismertető
Wie schade, daß Städtenamen sächlichen Geschlechtes sind ! Man sieht die Hauptstadt der Franzosen doch wirklich viel eher als eine schöne Frau an : Paris hat ihren Charme, ihre Lust zu gefallen, ihre oft wechselnden Mienen, ihr treues Herz und die Koketterie, ihr Alter zu verheimlichen obwohl keine Stadt in der Welt mehr auf das Privilegium hält, seit undenklichen Zeiten geliebt zu werden.Die Historiker freilich und die Archäologen sind in die Genauigkeit verliebt. Sie wollen der Heiligenlegende nicht ohne Weiteres folgen. Der Heilige Denis, der tatsächlich die Pariser zum Christentum bekehrte imd um 250 unserer Zeitrechnung hier den Märtyrertod starb, sollte er etwa nicht jener Bischof gewesen sein, der in den ersten Zeiten des Christentums aus dem Lande des Parthenon und des Alkibiades gekommen war, um der auserwählten Stadt Schönheit, Eleganz und eine Seele zu bringen ? Auf der He de la Cité, mitten in der Stadt von heute, ins Gefängnis geworfen und in Montmartre enthauptet, sollte er nicht wirklich sein Haupt imter dem Arm bis an die Stelle getragen haben, an der sich heute die alte Abtei erhebt, die von den Königen Frankreichs zu ihrem letzten Ruheort erwählt wurde ? Was liegt daran ! Die ganz gewöhnliche Geschichte ist ja ebenso reich an Wundern wie die Legende.Wie immer dem auch sei, die Gelehrten haben festgestellt, daß die Seine, die zuerst das ganze Pariser Becken erfüllt hatte, sich auf zwei Arme zurückzog, und dann in ihr heutiges Bett, in dem es damals zahlreiche Inseln gab, die bis auf zwei ver-schwunden sind. Wir wissen von ihnen, daß die nördliche einen wichtigen Übergang zwischen der Gegend an der Loire vmd der oberen Oise, später auch der Sambre bildete. Es war dies ein natürlicher Handelsweg, aber gleichzeitig ein ausgezeichnetes Fischereirevier. Und so fand der kleine Stamm der Párisii an dieser Insel Gefallen : Bauern und Schiifsleute ließen sich da nieder.Das zweitausendste Jubiläum von Paris hat man im Jahre 1951 gefeiert ein wenig eigenmächtig. Seine historische Geburt bezeugt ein Denkmal, das im Jahre 1711 unter dem Chor von Notre-Dame entdeckt wurde und noch heute im Cluny-Museum zu sehen ist : die Reste eines von den Pariser Matrosen dem Jupiter errichteten Altars; so hat denn eine Korporation von Flußschiffahrern der künftigen Hauptstadt der