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DIE H0CHZE1T DES MÖNCHS Es war in Verona. Vor einem breiten Feuer, das einen weitraurnigen Herd füllte, lagerte in den bequemsten Stellungen, welche der Anstand erlaubt, ein junges Hofgesinde mánnlichen und weiblichen Geschlechts um einen ebenso jugendlichen Herrscher und zwei blühende Frauen. Dem Herde zur Linken saB diese fürstliche Gruppé, welcher die übrigen in einem Viertelkreise sich anschlossen, die ganze andere Seite des Herdes nach höfischer Sitté frei lassend. Der Gebieter war derjenige Skaliger, welchen sie Cangrande nannten. Von den Frauen, in deren Mitte er saB, mochte die nachst dem Herd etwas zurück und ins Halbdunkel gelehnte sein Eheweib, die andere, vollbeleuchtete, seine Verwandte oder Freundin sein, und es wurden mit bedeutsamen Blicken und halblautem Geláchter Geschichten erzahlt. Jetzt trat in diesen sinnlichen und mutwilligen Kreis ein gravitátischer Mann, dessen groBe Züge und lange Gewander aus einer andern Welt zu sein schienen. „Herr, ich komme, mich an deinem Herde zu wárraen", sprach der Fremdartige halb feierlich, halb geringschátzig und verschmahte hinzuzufügen, daB die lássige Dienerschaft trotz des frostigen Novemberabends vergessen oder versaumt hatte, Feuer in der hochgelegenen Kammer des Gastes zu machen. „Setze dich neben mich, mein Dante", erwiderte Cangrande, ;,aber wenn du dich gesellig warmen willst, so blicke mir nicht nach deiner Gewohnheit stumm in die Flamme! Hier wird erzahlt, und die Hand, welche heute Terzinen geschmiedet hat - auf meine astrologische Kammer steigend, hörte ich in der deinigen mit dumpfem Gesange Verse skandieren-diese wuchtige Hand darf