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NACHT In einem hochgewölbten engen gothischen Zimmer. FAUST unruhig auf seinem Sessel am Pultén. Hab nun, ach! die Philosophey, Medizin und Juristerey Und leider auch die Theologie Durchaus studirt mit heisser Müh. Pa steh ich nun, ich armer Tohr, Und binn so klug als wie zuvor. Heisse Docktor und Professor gar Und ziehe schon an die zehen Jahr Herauf, herab und queer und krumm Meine Schüler an der Nas herum Und seh dass vvir nichts wissen können, Das will mir schier das Herz verbrennen. Zwar binn ich gescheuter als alle die Laffen, Docktors, Professors, Schreiber und Pfaffen, Mich plagen keine Skrupel noch Zweifel, Fürcht mich weder vor Höll noch Teufel. Dafür ist mir auch all Freud entrissen, Bild mir nicht ein was rechts zu wissen, Bild mir nicht ein ich könnt was lehren. Die Menschen zu bessern und zu bekehren; Auch hab ich weder Gut noch Geld Noch Ehr und Herrlichkeit der Welt. Es mögt kein Hund so líinger leben! Drum hab ich mich der Magié ergeben, Ob mir durch Geistes Krafft und Mund Nicht manch Geheimniss werde kund, Dass ich nicht mehr mit saurem Schweis Rede von dem was ich nicht weis, Dass ich erkenne was die Welt lm innersten zusammenhalt, Schau alle Würckungskrafít und Saamen Und tuh nicht mehr in Worten kramen. 0 sahst du voller Mondenschein Zum lezten mai auf meine Pein,