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VorwortDie Partei ist ein Leichnam, meinte Rubaschow, sie kann weder atmen noch sich bewegen, nur ihre Haare und Nägel wachsen weiter. Alles liegt verschüttet, sagte er zu Beginn seines Verhörs dem NKWD-Obersten Iwanow, die Menschen, die Erkenntnisse, die Hoffnungen Wir wußten mehr, als jemals Menschen über die Menschheit gewußt haben, deshalb gelang uns ihre größte Revolution. Und jetzt habt ihr alles wieder zugeschüttet. (Koestler, A., Sonnenfinsternis, Frankfurt am Main 1979, S. 75)Rubaschow, Arthur Koestlers literarisches Symbol der stali-nistischen Säuberungsopfer, war lange vor seiner Verhaftung ein Gebrochener, Enttäuschter; seine Revolution war von Nr. 1, von Stalin, verraten und in ein prinzipienloses Machtinstrument verwandelt worden. Koestler formte seinen tragischen Helden nach Bucharin, mit dem Zwicker Trotzkis auf der Nase, doch steht er stellvertretend für die gesamte alte Garde der Bolschewiki, die Kampfgefährten Lenins. Sie alle erlebten die Perversion ihrer Ideale und mußten, in die Opposition gedrängt, hilflos zusehen, wie ihnen stufenweise, systematisch und erbarmungslos die Macht entrissen, ihr Ruhm und ihre Parteitreue in den Schmutz gezogen wurden. Sie standen Stalins brutalem Drang nach Alleinherrschaft im Weg. Er benutzte die Rechte gegen die Linke, um dann die Fronten zu wechseln und das Zentrum gegen beide auszuspielen. Schließlich vernichtete er sie alle in den Schauprozessen, im Großen Terror der 30er Jahre.Nach dem Krieg, 15 Jahre später, wurde eine andere Gruppe zum Ziel der Vernichtung: die junge Garde der Kommunisten Osteuropas. Sie waren keine Oppositionellen, sondern treue