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Langsam fallend deckte der Schnee das blache Feld nrmilui iiíiiMi
die Dácher vereinzelter Höfe rechts und links von der Heerstrafíe, die aus den warmen Heilbádern an der Lim-mat nach der Reichsstadt Zürich führt. Dichter und dich-ter schwebten die Flocken, als wollten sie das bleiche Morgenlicht auslöschen und die Welt stíllé machen, Weg und Steg verhüllend und das wenige, was sich darauf bewegte.
Jetzt erscholl auf dem Holzboden der bedachten Brücke, welche sich unfern der Stadt über den Sihlstrom legt, der dumpfe Hufschlag eines Pferdes, und unter dem Sparrenwerk der finstern, den Stadtmauern zugewende-ten öffnung erschien ein einsamer Reiter. Seine feste Ge-stalt war so warm in einen grobwollenen Mantel ge-wickelt und er hatte sich dessen Kapuze derart über den Kopf gezogen, dafi von seiner Person kaum mehr als ein breiter grauer Bart zum Vorschein kam. Hart hinter dem starken Gaul von heimischer Rasse trabte mit beschnei-tem Rücken und melancholisch gesenkter Schweiffahne ein grofíer Pudel. Der polternde Widerhall des Hufes in der Holzwölbung weckte die drei Reisegefáhrten aus dem Halbschlummer, den Frost und Schnee über sie ge-bracht hatten, und stellte ihnen Tor und Herberge in nahe Aussicht. Ersteres wurde in raschem Trotte erreicht. Unter dem niedrigen Torbogen warf der Reiter seine Kapuze zurück, schüttelte die Flocken vom Mantel, rückte sich die Pelzmütze aus der energischen Stirn und ritt in guter, trotz der Last seiner Jahre kriegerischer Hal-tung durch den Rennweg, die erste am Fufie der kaiser-lichen Pfalz sich hinziehende Strafie. sitiotu? úUcUia^
Es war der drittletzte Tag des Jahres der Gnade 1191,