Bővebb ismertető
Fleißige Zoologen haben bis heute rund eine Million ver= schiedene Tierarten beschrieben; drei Viertel davon sind Insekten! Und manche von ihnen gibt es in einer Indivi= duenzahl, neben der die Zahl der Menschen, die auf Erden wandeln, gering erscheint, Nur ihre Kleinheit verbirgt die Tatsache, daß sie die vorherrschenden Bewohner aller Län= der sind.
Sie waren es schon lange vor den ersten Spuren des Men= scliengeschlechts. Insekten gab es bereits zur Steinkohlenzeit, vor rund 250 Millionen Jahren, in Fülle. Das beweisen uns die erhalten gebliebenen Versteinerungen. Ihnen gegenüber ist der Mensch mit seinem Erdendasein von einer Million Jahren ein Emporkömmling aus jüngster Zeit. Insekten verdienen aber unsere Aufmerksamkeit auch von einer anderen Seite her. Man kann sie nicht zu den niederen Tieren rechnen, als welche man sie gern achtlos verjagt oder ums Leben bringt. Nach Bau und Leistung ihrer Körper= Organe sind sie von gleichem Rang wie die am höchsten ent= wickelten Wirbeltiere. Nur haben sie für die Aufgabe, sich mit den Anforderungen des Lebens auseinanderzusetzen, vielfach ganz andere Lösungen gefunden. Schon ihr Panzer ist eine großartige Einrichtung. Wer je einen Käfer in der Hand gehabt hat, kennt seine harte Haut. Statt eines Knochengerüstes im Inneren bilden alle Insekten ein äußeres Hautskelett aus einer hornartigen Absonderung, dem Chitin, von dem sie umschlossen sind wie ein mittel= alterlicher Ritter von seinem Harnisch. Die Beweglichkeit des Körpers und der Beine ist durch Gelenke gewahrt, an denen die Muskeln von innen her angreifen. Bei aller Festigkeit, wie sie ein rechtes Schutz= und Stützskelett haben muß, ist der Chitinpanzer der Insekten doch federleicht und hindert nicht ihre Flugkünste. Nur ist er nicht dehnbar, er kann dem wach= senden Körper nicht nachgeben. Darum wird er von Zeit zu Zeit abgeworfen. Insekten fahren ab und zu aus der Haut,
25