Bővebb ismertető
Die zeitgemáBe Form der Ernáhrung Essen und Trinken hált Leib und Seele zusammen." So sagt ein altér Volksspruch. Daran ist sicherlich ein Körnchen Wahrheit, wenn nicht gar ein Vollkörnchen. Ist Vollwert-Ernáhrung, wie es der Begriff andeutet, wertvoller als unsere gemeinhin übliche und deshalb auch empfehlenswerter? Dieser Frage soll im folgenden nachgegangen werden. Neueste ernáhrungswissenschaftliche Kenntnisse sollen berücksichtigt werden. Und wenn die wissenschaftliche Grundlage gesichert ist, wird es darum gehen, die gefundenen Ergebnisse in schmackhafte Rezepte umzusetzen, damit weder der Leib noch die Seele zu kurz kommen. Doch zunachst zum Begriff Vollwert-Ernáhrung. Unter Vollwert-Ernáhrung versteht man den Verzehr von vorwiegend pflanzlichen Lebensmitteln, weil diese mit ihren Inhaltsstoffen der menschlichen Ernáhrung am dienlichsten sind. Ihr Beitrag zur Versorgung des Organismus mit den lebenswichtigen Stoffen, alsó mit EiweiB, Kohlenhydraten, Fett, Vitaminén und Mineralien, ist ausgewogen und den Bedürfnissen bestens angepaBt. Tierische Produkte spielen dagegen eine geringere Rolle. Sie erzeugen bei der herkömmlichen Ernáhrungsweise leicht ein Überangebot an EiweiB und Fett mit all seinen Nachteilen für die Gesundheit. Noch vor knapp zweihundert Jahren dienten pflanzliche Lebensmittel den Bewohnern Mitteleuropas als Hauptnahrungsmittel. An die Stelle der fülligen und kohlenhydratreichen, zudem noch mit groBen Ballaststoffmengen versehenen Kost trat jedoch mehr und mehr die Ernáhrung durch tierische Produkte mit ihrem hohen Anteil an hochwertigem EiweiB und Fett, aber nur unbedeutenden Mengen an Ballaststoffen. Hinzu kamen die isolierten Nahrungsmittel, hauptsáchlich Auszugsmehle und raffinierter Zucker. Die Folgeerscheinungen, die sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Gicht, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Fettstoffwechselstörungen, Herz- und Kreislauferkrankungen, sind bekannt. Gesáttigte Fettsáuren und Cholesterin, das ausschliefilich in tierischen Fetten, in fettem Fleisch, Innereien und Eigelb vorkommt, tragen maBgeblich dazu bei. In der Vollwert-Ernáhrung ist daher der Verzehr von Fleisch und Eiern einzuschránken. Milch und gering verarbeitete Milchprodukte sowie gelegentlich Fischgerichte können jedoch als gute Ergánzung einbezogen werden. Hauptbestandteile der táglichen Nahrungsaufnahme sollten Getreide, frisches Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Keime und Sprossen sein, und zwar in möglichst naturbelassener Form oder auf schonende Art zubereitet. Eine Kost ist ernáhrungsphysiologisch gesehen um so wertvoller, je mehr lebenswichtige Inhaltsstoffe sie enthált. Je frischer Lebensmittel auf den Tisch kommen, um so besser ist es, weil mit der weiteren Lagerung durch Licht- und Sauerstoffeinwirkung eine Wertminderung einhergeht. Einige Gemüsesorten sind allerdings roh nicht genieBbar und müssen vor dem Verzehr durch Erhitzen aufbereitet werden. Das sollte in jedem Fali auf eine möglichst schonende Art erfolgen, womit den Zubereitungsarten für die Werterhaltung der Inhaltsstoffe eine groBe Bedeutung zukommt. Die Vollwert-Ernáhrung beginnt bereits bei der Produktion der Lebensmittel. Die Forderung nach gröBtmöglicher Schadstoffarmut besteht zu Recht. Fremdstoffe, wie etwa die Chemikalienrückstánde von den in der hochintensiven Landwirtschaft eingesetzten Frisches, ungespritztes und natürlich gedüngtes Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten - eine wahre Bereicherung für jede Vollwertküche.