Bővebb ismertető
Vorwort
In der Musik gehört der erste Platz dem Komponisten und praktischen Musiker, dem Theoretiker kommt die zweite Stelle zu, dort ist sein Platz. Was einem Theoretiker zu schaffen machen kann, der sich als Tonsystematiker in einer Zeitenwende vorfindet, von der er anfänglich gar nicht wußte, daß es eine war, davon berichtet der Inhalt des vorliegenden Buches. Doch nur zu bald ward er dessen inne. Zur Atonalität, die längst an die Seite einer Tonalität getreten war, von der er erkennen mußte, daß sie unausweichlich am Ende ihrer bisherigen, jahrtausendelangen Entwicklung stand, reihte sich nun die Elektronik, die tonsystemlichen Gräben waren tief aufgerissen, die Materialien des Phänomens Musik, Ton und Klang, aber auch Hören und innerer Mitvollzug des Dargebotenen, alles wankte, war im Fluß und schien völlig aus den Fugen geraten. In dieser Zeitsituation glaubte unser Tonsystematiker das Panier der Tonalität hochhalten zu sollen, allerdings einer neu aus dem Menschen zu erringenden künftigen Tonalität, die organisch aus der alten hervorwachsen könnte. Hier ist hervorzuheben, daß er unter anderem, was den strittigen Zwölftonaspekt anlangt, mit seinem Begriff »Tonort« die entscheidende, bislang fehlende tonsystemliche Komponente beibrachte, die der Debatte um Tonalität und Atonalität, was weithin unbedacht blieb, überhaupt erst die mangelnde tonsystemliche Basis gab. Seit je schon galt ihm das diatonisch fundierte tonale System als tönendes Abbild des Menschen schlechthin, wobei ihm letztlich aufging, daß in der Enharmo-nik, jenem vorläufigen Schlußglied tonaler Entwicklung, nichts Geringeres als das Höchste des Menschen, sein Ich, seine adäquate tonsystemliche Entsprechung geftinden hat. Der eigentliche Gegner alles Musikalischen aber war und blieb ihm so recht die Elektronik, deren menschenferne Musikfeindlichkeit ihn durch Jahrzehnte beschäftigte. Was ihn
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