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Immer gut drauf:
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Wien die östliche Metropole, bei der man zuerst an Mozart. Hand-kuss und Opernball denkt, soll eine Stadt im Wandel sein? Schwer vorstellbar bei einer Nation, die ihren Sinn für Etikette nicht verhehlen kann, die gern eine unverbindliche Verbindlichkeit an den Tag legt und die auf eine Geschichte zurückblicken kann, bei der sie jahrhundertelang im Brennpunkt eines Weltreichs gelebt hat.
Aber Tradition ist nur eine Facette der Donaustadt, Fortschritt ist eine andere. Allzu moderne Inszenierungen am Burgtheater werden vom Publikum euphorisch aufgenommen oder verrissen, Bauten des international anerkannten Architekten Hans Hollein lösen in der Donaustadt lang andauernde Diskussionen über zeitgenössische Architektur aus, die österreichische Literatur war nicht nur im Fin de Siecle bedeutend, sondern hat auch in der Gegenwart Erfolge vorzuweisen: Im lahr 2004 erhielt Elfriede Jelinek den Nobelpreis für Literatur. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist Wien auch bei den osteuropäischen LändeiT! - i' einem beliebten Reiseziel geworden. Mythen wie der von '.".aiserin Elisabeth, die als »Sisi^; der Donaumonarchie den Spiegel des Ein de Siecle vorhiell '.'-rid der rechtzeitig zum 150. Hochzeitstag in der Hotburg eigens ein »Sisi Museum« eingerichtet wurde, tragen zur Anziehungskraft der Donaumetropole bei. Aber auch umfangreiche Kunstsammlungen locken die Wien-Besucher. Das Kunsthistorische Museum, Ende des 19. Jh.s von Gottfried Semper im Zuge der Ringstraßenbebauung errichtet, birgt eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt; eines der Highlights der Kunstkammer ist Benvenuto Cellinis goldenes Salzfässchen, das 2003 gestohlen und Anfang 2006 fast unversehrt aufgespürt wurde. Aus ihrem Exil in Vaduz zurückgekehrt ist auch die Sammlung Liechten-stem. Rubens, Raffael, Rembrandt und andere wetteifern im frisch renovierten Palais Liechtenstein Seite an Seite um die Gunst der Besucher Mit dem MuseumsQuartier ist nach dem Umbau der barocken Hofstallungen ein neues Kulturareal entstanden, das mit der Sammlung Leopold, dem MUMOK und der Kunsthalle nicht nur locnkaratige Kunstsammlungen und -ausstellungen in nächster Nä-