Bővebb ismertető
Dietrich Bonhoeffer hat die ersten anderthalb Jahre seiner Haft in der Militärabteilung des Gefängnisses Berlin-Tegel zugebradüt. Das war vom 5. April 1943 bis zum 8. Oktober 1944. Nadi anfänglidien Sdiikanen vi^ar es ihm möglidi, an die Eltern zu sdireiben. Aus diesen Briefen ist der erste Teil dieses Budies ausgev^rählt. Die Gefängniszensur xmd vor allem der Untersudiungsführer, Dr. Roeder, haben diese Briefe mitgelesen und so natürlich mitbeeinflußt. Aber stärker ist der Wille zu spüren, der Familie das Herz zu erleichtern.
Nach einem halben Jahr hatte Bonhoeffer aber so gute Freunde unter den Wach- und Sanitätsmannschaften, daß er einen ausgedehnten Brief- und Zettelverkehr beginnen konnte, u.a. mit dem Herausgeber. Es bedurfte nur noch gewisser Vorsichtsmaßregeln. Mitteilungen über gefährdete Persönlichkeiten, über den Fortgang der Widerstandstätigkeit und über den Stand des Untersuchungsverfahrens blieben verklausuliert. Aber das Gespräch ging nun fort, bis die Belastungen nach dem 20. Juli und der Zossener Aktenfund (Dokumente, Tagebücher, Beweismaterial der um Canaris, Oster, Hans von Dohnanyi u. a. gruppierten Widerstandsleute) im September 1944 die Geheime Staatspolizei veranlaßten, Bonhoeffer in strengsten Gewahrsam in die Prinz-Albrecht-Straße zu verlegen. Leider sind bei dieser Wendxmg und bei der Verhaftung des Herausgebers im Oktober 1944 vorsichtshalber die Briefe des letzten Monats Tegel vernichtet worden. Die übrigen Briefe befanden sich in Sicherheit. Aus ihnen wurde der zweite Teil des Bandes zusammengestellt. Hier redet Dietrich Bonhoeffer unbeobachtet und ohne fremde Rücksichten von dem, was er erlebt, was er denkt und fühlt.
In diesen Briefen schickte er auch Teile seiner Arbeiten mit hinaus, Gebete, Gedichte, Gedanken. Bei dem kurzen »Haftbericht« dachte er an eine sachgemäße Unterrichtung seines Onkels, General von Hase, damals verantwortlicher Stadtkommandant von Berlin.