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ERSTES KAPITEL
Das Ende eines bestimmten Abschnittes in ihrem Leben erweckte in Cynthia eine gewisse Erregung, denn im Unterbewußtsein empfand sie, daß mit diesem Abschluß notwendigerweise ein neues Lebenskapitel beginnen mußte, und vor Neuern fürchtete sie sich stets.
Die Schulzeit war zu Ende. Es gab für sie nun keine Klassenzimmer, keine Schulaufgaben, Schulregeln, keinen Stundenplan, kein Wochenende und keine Ferien mehr. Alle kleinen Freuden und Ärgernisse der Schulzeit waren vorüber. Man hatte das Buch aufgeschlagen, lange darin gelesen und war bis zum Ende des dritten Kapitels gekommen — oder war es sogar schon das Ende des vierten Kapitels — —
Das erste Kapitel zählte kaum, denn es hatte wenig mit einem selber zu tun gehabt, handelte fast nur von anderen Leuten, die die erste Kindheit bewachten. Auch das zweite Kapitel, das die Zeit bis zum 13. oder 14. Jahr beschrieb, war noch nicht sehr interessant. Das dritte Kapitel schilderte dann die Schulzeit. Vielleicht waren das zwei Kapitel, denn am Ende des 16. Lebensjahres gab es jenen großen Bruch, als man für kurze Zeit nach Hause kam und alles so unangenehm enttäuschend empfand, jene Zeit mit Vater, in der so manche Illusionen zerstört wurden und man in die andere Schule geschickt wurde, von der man jetzt gerade abging. Ja, es war das Ende des vierten Kapitels.
Achtzehn — fast neunzehn Jahre alt. Eigentlich war man zu alt, um noch so kindhch zu denken. Kapitel! Und sich darüber aufzuregen, daß die Schule vorbei war! Und sich gar zu fürchten, weil das fünfte Kapitel