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Vorwort
Die meisten von uns träumen gern von der Zukunft und haben Visionen, die sie gern verwirklicht sehen möchten. Doch nur wenige machen solche Träume wahr. Der junge Wemher von Braun träumte davon, daß der Mensch die Erde verläßt und den Mond und die Planeten erforscht. Im Jahre 1928 — im Alter von 16 Jahren — schrieb von Braun: „Sobald die Technik des Orbitalflugs (um die Erde) entwickelt ist, wird die Menschheit dieses technische Vermögen schnell für praktische Anwendungen nutzbar machen."
Sein ganzes Leben lang hat Wemher von Braun für die Verwirklichung dieses Traums gearbeitet. Er bereitete sich akademisch darauf vor und etablierte sich bereits in jungen Jahren als Ingenieur. Mit 20 war er bei der deutschen Wehrmacht als Zivilingenieur beschäftigt. Seine Aufgabe war es, Komponenten für ballistische Flugkörper zu entwickeln. Diese Komponenten waren, vereinfacht ausgedrückt, zuverlässige Raketenantriebe sowie Lenk- und Steuersysteme, integriert in einer soliden aerodynamischen Konstruktion. Von Braun erkannte, daß alle diese Elemente gleichermaßen erforderlich waren, um die für die Raumfahrt notwendigen Geschwindigkeiten erreichen zu können. Dabei war er sich stets der Tatsache bewußt, daß Wissenschaft und Technologie zum Guten wie zum Bösen verwendet werden können. In seiner Antwort an Kritiker philosophierte er einmal;
„Wissenschaft an sich besitzt keine moralische Dimension. Die Medizin, die in kleinen Dosen heilt, kann, wenn zuviel genommen wird, töten. Das Skalpell in der Hand eines erfahrenen Chirurgen kann Leben retten, aber nur einige Millimeter tiefer geführt, kann es töten. Die in einem Reaktor gezähmte und billigen elektrischen Strom produzierende Atomenergie kann töten, wenn sie in Form einer Bombe abrupt freigelassen wird. Also macht es keinen Sinn, einen Wissenschaftler zu fragen, ob seine Medizin oder sein Messer oder seine Atomkraft ,gut' oder ,böse' ist für die Menschheit."
Von Braun war auch ein Patriot. Er rechtfertigte seine Beteiligung an der Entwicklung der deutschen V 2-Rakete mit der Feststellung:
„In Kriegszeiten muß ein Mann für sein Land geradestehen, sei es als kämpfender Soldat oder als Wissenschaftler oder Ingenieur, gleichgültig ob er mit der von der Regierung betriebenen Politik einverstanden ist oder nicht." Doch trotz der unbestreitbaren Tatsache, daß er sich während des Zweiten Welt-