Bővebb ismertető
VII
VORBEMERKUNG
Die Aufsätze des vorliegenden Bandes dienen der Frage nach dem Wesen des Menschen. Diese Frage findet heute eine Offenheit, wie seit langem nicht mehr. Was alles dazu beigetragen hat, sie aufzutun, kann hier nicht dargelegt werden; es würde eine Analyse der innersten Vorgänge im letzten Jahrhundert erfordern. Jedenfalls empfindet die Gegenwart den Menschen wieder als etwas Rätselhaftes. Noch vor nicht langem gab es auf die Frage nach dem Wesen des Menschen zwei maßgebende Antworten, die humanistisch-geisteswissenschaftliche und die naturwissenschaft-lich-technische. Sie standen zueinander in vielfachem und scharfem Gegensatz, hatten aber eines gemeinsam: beide glaubten zu wissen, was der Mensch sei. Ihre Fragen liefen innerhalb des Gewußten. Diese Meinung, den Menschen zu kennen — samt der daraus kommenden Sicherheit und der ebenfalls dadurch bedingten Enge in der Behandlung menschlicher Dinge — ist erschüttert. Das Gefühl, welches sich, nie offen zugelassen, auf dem Grund des neunzehnten Jahrhunderts hingezogen hatte, mit dem Menschen möchte es anders stehen, als die offizielle Meinung annahm, ist durchgebrochen. Der Mensch ist inne geworden, daß er anders sei, als er dachte, sich selbst unbekannt und zur Aufgabe gesetzt. Die Spitze des Menschlichen liegt wieder in Dunkel und Zukunft. Daher kommt jene Offenheit, von der wir sprachen. Die Frage nach dem Menschen ist wieder wirklich Frage.
So wird es möglich, auch wieder mit neuer Zuversicht jene Antwort zu suchen, welche die christliche Offenbarung auf sie gibt. Sie wirklich zu suchen; denn der christliche Bereich hatte ebenfalls unter der einengenden Macht einer scheinbaren Kenntnis gestanden. Auch dem Christen hatte weithin der Mut gefehlt, den Menschen in jene Unbekanntheit zu stellen, in die er gehörte; und die Antwort, die er auf die Frage nach dem Wesen des Menschen gegeben hatte, war, eingeschränkt und umgetönt, keine andere gewesen als die allgemeine.
Die volle Ajitwort zu geben, wäre die Aufgabe einer christlichen Lehre vom Menschen. Der Verfasser arbeitet an ihr schon seit