Bővebb ismertető
STADTGEOGRAPHISCHES Dem Reisenden, der aus östlicher Richtung kommt, bietet sich das Gesamtbild Weimars nicht unmittelbar in seinen charakteristischen Reizen dar, wie es derjenige erlebt, der sich vom Westen oder Süden her nähert: Von allen Seiten greift die Landschaft weit in die vielfach mit Bäumen bepflanzten und häufig von Gärten und Grünanlagen unterbrochenen Straßenzüge hinein. Schon vor hundert Jahren hat der Dichter Friedrich Hebbel von einer „Stadt im Grünen" gesprochen, als er zum ersten Male Weimar besuchte. Diese Bezeichnung hat auch heute noch Gültigkeit. Denn ein breiter Gürtel ausgedehnter, von Natur und Menschenhand geschaffener Pflanzungen zieht sich von dem östlich der Ilm gelegenen Schießhaushölzchen und dem Webicht über den Park bis nach Belvedere. Von dort setzt er sich bis in die Berkaer Wälder fort, führt mit einigen Lücken ostwärts zurück zum Gehäderich und findet seine nördliche Begrenzung im Ettersberg (480 Meter über dem Meeresspiegel). Um die geschichtliche Entwicklung einer Stadt ganz zu verstehen, muß man einiges wissen von den natürlichen Gegebenheiten des Bodens, auf dem sie - mehr oder weniger organisch - gewachsen ist. Weimar liegt in einer Talmulde, die von der Ilm und ihren Nebengewässern durchzogen wird. Im Ilmtal und seiner Um-