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I.
OB MAN HOFFEN DÜRFE, FRAGTE DER Obersthofmeister Fürst Montenuovo leise die beiden Ärzte, die nach der Morgenvisite aus dem Arbeitszimmer des Kaisers traten.
Das Fieber sei gewichen, meldete Generalstabsarzt KerzI, aber die allgemeine Mattigkeit habe zugenommen; Seine Majestät gehöre ins Bett. Langsam kamen die beiden greisen Generaladjutanten des Kaisers näher: da sei alles umsonst, ließ sich Graf Paar vernehmen, da helfe weder Bitten noch Zureden, Seine Majestät lege sich eben nicht. Seine Majestät wisse, daß sie dann nicht mehr aufstehen werde. Baron Bolfras bestätigte dies durch eine müde Handbewegung, und der diensttuende Flügeladjutant Oberst Spanyik wußte zu melden, daß der Kaiser schon seit vier Uhr morgens am Schreibtisch sitze, obwohl er so müde sei, daß er immer wieder den Kopf aufstützen müsse. Ein klein wenig Hoffnung bleibe noch, versuchte der Konsiliarius Professor Ortner die beiden alten Generaladjutanten zu trösten; der Entzündungsherd habe sich nicht weiter ausgedehnt, die Nacht sei verhältnismäßig ruhig gewesen. „Wir danken Gott auch für die kleinste Hoffnung, die uns bleibt", erwiderte der Obersthofmeister, „aber das, was wir hören müssen, ist zu wenig, um unsere Sorgen von uns zu nehmen. Wollen wir uns keines schweren Versäumnisses schuldig machen, so