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WORUM GEHT ES?Noch ein Buch über die Frauen! hatte ich in der ersten Zeile meines letzten Buches geschrieben. Müßte es jetzt heißen: Noch ein Buch über die Männer?Die Frauen, sagt man, sind es müde, über sich selbst zu reden. Jetzt wenden sie sich ihren Gefährten zu und betrachten sie mit erstauntem Blick, denn der neuen Frau steht nun auch der neue Mann gegenüber. Väter, Gatten, Söhne, Liebhaber haben sich verändert, ja, wenn man gewissen Stimmen glauben darf, sogar Gott selber.Schon lange vor dieser Wiederentdeckung des Mannes durch die weiblichen Meinungsmacherinnen war mir durch meine Untersuchungen eines klargeworden: Ob wir nun Feministinnen sind oder nicht, unser ganzes Leben als Frau wird entscheidend bestimmt nicht durch die Männer, sondern durch das Bild, das wir uns von ihnen machen. Die Frau, die ihre Existenz nur durch die Art definiert, wie der Mann sie sieht; und die Frau, die sich außerhalb dieser Sicht verwirklichen will sie beide bezeugen damit die positive oder negative, aber jedenfalls wesentliche Bedeutung, die sie der Beurteilung durch den Mann beimessen. Ich wollte also wissen, wer diese Männer sind, auf die jede Frau hofft, die sie abweist, erwartet, fürchtet, verachtet, liebt. Wer und was sind die Männer, die sie lachen, weinen, erzittern, Lust genießen, leben und sterben lassen? Welches sind die Beziehungen, in die die Frauen mit den verschiedenen Männern in ihrem Leben Vater, Bruder, Gatte, Sohn, Liebhaber, Freunde etc. treten?Entsprechend meiner Gewohnheit erstellte ich einen Fragebogen, dessen einziges Ziel es war, Frauen zum Nachdenken über ihr Männerbild anzuregen. Zweitausend Exemplare wurden verteilt von9