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Zu diesem Buch
«Elisabeth lag vor der Standuhr, die hervorquellenden, toten Augen noch immer auf die Tür gerichtet, auf mich gerichtet Ich spüre, dafi ich wahn-sinnig werde.»
Wenn es nur dieser irrwitzige Eintrag in ihrem Tagebuch wáre - für derlei gibt es Erklárungen: Ein Traum, im Halbschlaf aufgeschrieben und dann ver-gessen Aber die junge Frau ist ohnedies davon überzeugt, daE sie im Be-griff ist, den Bezúg zur Realitát zu verlieren. Und ihre Schwester Marie-Luise, die sich nachher das Leben genommen hat Marie-Luise war schizophren, und sie hat versucht, Elisabeth, die andere Schwester, umzubringen - in eben jenem Turmzimmer, in den der Tagebucheintrag nun die Tat verlegt Kein Zweifel: Der Eintrag ist von ihrer, von Carolins eigener Hand.
Freilich, Elisabeth lebt-heute, an dem Tag, an dem Carolin ihr Gestándnis liest: am 23. November 1969. Aber die Niederschrift - und auch das Dátum hat sie selber geschrieben - die Niederschrift stammt vom 1. August 1970.
«Was muli ich tun, um dieses grauenhafte Bild loszuwerden ? Ich spüre, dafi ich wahnsinnig werde. Und dieses Bild wird mich begleiten. Das Bild von Elisabeths Leiche.»
Thomas Andresen, Jahrgang 1934, ist im Hauptberuf Facharzt für Innere Medizin. 1969 begann er zu schreiben. In der Reihe rororo thriller liegen auGerdem vor: Nur über Meiners Leiche (Nr. 2375), Eine Tote früh um fünf (Nr. 2431) und Fünf Herren, einander belauschend (Nr. 2449). Weitere Bücher des Autors sollen folgen.