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VORWORT
Die Auswahl aus Ernst Busdiors Schriften, die hier zu seinem siebzigsten Geburtstag erscheint, läßt Gehalt und Umfang seines Schaffens nur in einem engen Ausschnitt erkennen. Sie mußte sich nach Seiten- und Abbildungszahl beschränken, sollte nur die griechische Kunst berücksichtigen, dabei aber auch einem oft geäußerten Wunsch entgegenkommen: Schriften wieder zugängHdi zu machen, die heute einem weiteren Kreis schwer oder nicht mehr erreichbar sind.
Den weiten, vielschichtigen Bereich der Klassischen Archäologie hat Buschor mit Letztes fordernder Energie, einem starken, in seiner Natur und Flerkunft wurzelnden Gefühl für das Echte, stolz-demütig durchdrungen und forschend, deutend, lehrend in wahrhaft produktiver Weise für unsere Zeit fruchtbar gemacht.
Der geistige Umkreis, dem Buschor entwuchs, ist das unvergeßliche alte Archäologische Institut am Münchner Hofgarten, das durch seine reiche Sammlung von Abgüssen antiker Bildwerke seit H. Brunns und A. Furtwänglers Zeiten eine große Forschungsstätte für die griechische Plastik und ihre Überlieferung in römischen Kopien gewesen war. Auch ihm, dem letzten Schüler A. Furtwänglers, ist die griechische Skulptur immer ein Hauptanliegen geblieben. Ihr gelten seine frühesten Äußerungen: die Texte zu Bruckmanns Wandbildern alter Plastik, die in der Unmittel-