Bővebb ismertető
ERSTE EINLEITUNG
ÜBER PHILOSOPHISCHE LOGIK
EINLEITUNG ZUM GESAMTWERK
Es scheint sinnvoll, einen Vorbegriff der Logik zu versuchen. Bevor wir die logisdien Gedanken vollziehen, spredien wir über Logik und sagen, was wir mit ihr wollen.
Soldies „Sprechen darüber" ist zweideutig. Der Leser gewinnt mit ihm noch wenig von der Sache und kann dodi glauben, sdion Bescheid zu wissen. Er spürt vielleicht eine Stimmung, aus der seine Aufnahme-bereitsdiaft — bei entgegenkommender Haltung — für das Weitere gesteigert wird.
Daher hat dieses Sprechen über unsere Logik nur einen orientierenden Charakter, noch nidit den Wert eines eindringenden Dabeiseins.
I. DieWahrheit inderZeit
Wir leben nicht unmittelbar im Sein, daher wird Wahrheit nicht unser fertiger Besitz. Wir leben im Zeitdasein: Wahrheit ist unser Weg.
Unsere höchsten Augenblicke sind unser Innesein des Wahren, sei es im Tun, sei es in der Wirklichkeit des bewegten Bewußtseins, sei es in der Teilnahme an einem Ganzen, sei es im Sdiauen des Grundes und in der Liebe. In jede gelebte Stunde dringt der Sinn der Wahrheit, der uns aufgegangen ist, vernichtigend oder steigernd. Durch Zweifel kommen wir zum Gewißsein, aber der Wandel in der Zeit läßt uns in neuen Zweifel geraten. Durch Verzweiflung kommen wir zum erlösenden Erfahren des Ursprungs, aber der Gang der Dinge in der Zeit bringt uns in neue Verzweiflung.
Die Bewegung der Wahrheit ist zuletzt durdi Nietzsche in ein sdiwin-delerregendes Stürzen geraten. In dem gemeinsamen abendländischen Bewußtsein ist seit Generationen mit dem Versinken des Wahren etwas wie eine Verlorenheit. Die Europäer gehorchen nidit mehr — wie es nodi bis in das 19. Jahrhundert hinein schien — einer selbst-