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/. KAPITELUNSRE UNGERECHTIGKEIT GEGEN DENTOD1Man hat sie trefflich ausgedrückt: Der Tod! Ihn allein muß man über das Leben befragen und nicht irgendwelche Zukunft und irgendein Nachleben, an dem unser Ich keinen Anteil hat. Er ist unser wirkliches Ende; alles läuft zwischen uns und ihm ab. Redet mir nicht von jener trügerischen Fortdauer, die uns mit dem kindlichen Zauber der Zahl bestrickt! Redet mir nicht von Gesellschaften und Völkern, wo ich ganz und gar sterbe! Alle Wirklichkeit, alle wahre Lebensdauer liegt zwischen Wiege und Grab. Der Rest ist Vergrößerung, Schaustück, falsche Optik! Sie nennen mich Meister, weil meine Worte und Gedanken irgendeinen Zauber besitzen; und doch bin ich dem Tode gegenüber hilflos wie ein Kind."2SO steht es mit uns! In unserm Leben und in unsrer Welt zählt nur ein Ereignis: unser Tod. In ihm vereinigt und verschwört sich gegen unser Glück alles, was unserer Wachsamkeit entgeht. Je mehr unsere Gedanken von ihm loswollen, um so dichter umkreisen sie ihn. Je mehr wir ihn fürchten, um so furchtbarer wird er, denn er lebt nur von unseren Äng-sten. Wer ihn vergessen will, erfüllt sein Gedächtnis I * Marie Len6ru, Les Affranchis", IIL Akt, 4. Szene.Maeterlinck, Vom Tode'