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I. Der weiße Vogel
Benedikt saß an seinem Schreibtisch und schrieb gerade den Satz „Am Meer gibt es Möwen" in sein Aufgabenheft, da flog ein großer weißer Vogel durchs offene Fenster ins Zimmer. Der Vogel landete sanft auf Benedikts linker Schulter. Wie hell er leuchtete! Benedikt wagte kaum den Kopf zu heben. Bewegungslos saß er da, wie erstarrt. Der Vogel auf seiner Schulter war federleicht, Benedikt spürte gar kein Gewicht. Da war nur dieses Licht, das den ganzen Raum erhellte.
„Was genau möchtest du wissen?" fragte der Vogel freundlich. Die Stimme klang warm und angenehm.
„Ob das wirklich ein Vogel ist?" dachte Benedikt und griff unwillkürlich nach seinem seltsamen Gast. Aber er griff ins Leere. Da war nichts, nur Luft.
Benedikt drehte sich nach allen Seiten, er schlug wie wild um sich, er griff auf seine linke Schulter, auf die rechte. Aufrecht im Bett sitzend wachte er auf. Da war kein sprechender, leuchtender Vogel auf seiner Schulter. Er hatte alles nur geträumt.
Alles?
Szene 1
Das Fenster stand weit offen, und alle Dinge im Raum waren wie von feinem Silber überzogen: sein Bett, der