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Einleitung Grundlagen der Volkswirtschaftslehre
1. Die Bedürfnisse, die Güter, das Wirtschaften
Alles Wirtschaften ist auf die Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse gerichtet. Bedürfnisse sind Empfindungen des Mangels. Nach ihrer Dringlichkeit lassen sich die Bedürfnisse in »absolute« und »relative« Bedürfnisse gliedern. |ii
Absolute Bedürfnisse (= needs) sind jene physiologischen und sozialen Grundbedürfnisse, deren Befriedigung zur Erhaltung der menschlichen Existenz unabdingbar ist. Relative Bedürfnisse (= wants), die erworben oder anerzogen werden können, zielen auf jene Gegenstände und Leistungen, die für das Dasein des Menschen nicht absolut notwendig sind.
Die Bedürfnisse werden von den Individuen unterschiedlich gewichtet. Jeder Mensch hat seine eigene Rangordnung der Bedürfnisse (= Präferenzskala). Die subjektive Bedürfnisstruktur ist nicht konstant, sondern ständigen Wandlungen unterworfen. Ein Mensch ändert die Bewertung seiner Bedürfnisse mit der jeweiligen physischen und psychischen Lage, in der er sich befindet.
Die Mittel zur Bedürfnisbefriedigung nennt man Güter. Güter können sowohl materielle Gegenstände (= Sachgüter) als auch immaterielle Leistungen (= Dienstleistungen einschl. Nutzungen) sein.
Die Befriedigung, die vom Güterverzehr ausgeht, wird als Nutzenstiftung oder Nutzen bezeichnet.
Güter, die im Verhältnis zu den menschlichen Bedürfnissen reichlich vorhanden sind - was nicht ausschließt, daß sie selten sind - heißen freie Güter; sie brauchen nicht bewirtschaftet zu werden.