Bővebb ismertető
Einleitung: Probleme statt Fakten
Einführung in eine Wissenschaft - normalerweise stellt man sich das ungefähr so vor: Da ist ein Haus, von außen hat man es schon oft gesehen, und eine vage Vorstellung hat man auch von dem, was drin ist. Aber nun schließt einer auf, führt durch die klar gegliederten Räume, erklärt die Anordnung und zeigt die Ausstattung. Man geht durch alle Räume, durch fünf oder sieben oder auch zwanzig - und wenn man dies erledigt hat, ist man eingeführt: man kennt das Haus, auch wenn man nicht oder noch nicht ganz darin zu Hause ist.
Schon ein Blick auf die Kapitelüberschriften lehrt, daß hier nicht nach diesem Schema verfahren wird. Es geht nicht: das Haus ist in einem so radikalen Umbau begriffen, daß kaum mehr erkennbar ist, wo die tragenden Teile sind; die Räume haben keine vier Wände mehr, sind nicht mehr klar definiert. Eben dies macht die Besichtigung reizvoll, aber auch etwas schwieriger als zuvor.
Schlägt man ältere volkskundliche Handbücher auf, so findet man eine Einteilung, die noch einheitlicher ist als die vieler anderer Wissenschaften. Fast immer beginnt die Darstellung mit Haus und Siedlung; es folgen die anderen Äußerungen der materiellen Kultur - volkstümliches Mobiliar, Volkstracht, Hausgerät und Arbeitsgerät, Volksnahrung und ähnliches. Dann ist von dem in sich wieder nach Lebensphasen und nach dem Jahresrhythmus gegliederten Volksbrauch die Rede; die Abschnitte über Volksfrömmigkeit und Volksglauben schließen sich an, und darauf folgt meist das weite Gebiet der mündlichen Uberlieferungen - vom Volkslied bis zum Volksschauspiel, vom Sprichwort bis zum Rätsel, vom Volksmärchen bis zur Volkssage, von den Necknamen bis zur Volkssprache. Gewiß könnte man auch heute noch bei diesen Stidiwörtern an-