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VORWORT
Die Folgen des Videokonsums, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, beschäftigen Politiker, Wissenschaftler und vor allem Erzieher. Die Diskussion über das neue, an sich neutrale Medium ist nicht frei von Vorurteilen. Vielen fehlt es an Sachkenntnis.
Video ist in Verruf geraten durch brutale, Horror, Gewalt und Pornographie verbreitende Beispiele. Ob der Konsum solcher Kassetten in direktem Zusammenhang mit gew^alttätigem Verhalten Jugendlicher steht, ist unter Fachleuten umstritten. Als sicher aber gilt, daß eine ^weitreichende ethische Desorientierung befürchtet werden muß, wenn jungen Menschen von Kindheit an Brutalitäten und gemeine Gewaltakte als angemessene Problemlösungsstrategien suggeriert werden. Da sich die Betroffenen selbst kaum wehren können, müssen Eltern und Erziehern mit dem Aufweis eines neuen Problembewußtseins gleichzeitig wirksame Hilfen zur Bewältigung, d.h. zum verantwortungsbewußten Umgang mit dem Medium vermittelt werden.
Auch staatliche Maßnahmen sind gefordert. Sie scheinen notwendig, wenn auch ihre Wirksamkeit umstritten ist. Nur zu leicht können videobegeisterte Kinder und Jugendliche die gesetzlichen Bestimmungen unterlaufen. Wichtig neben einer verstärkten Aufklärungsarbeit ist deshalb vor allem das Erreichen eines Konsenses zur Wek-kung eines umfassenden Verantwortungsbewußtseins den wehrlosen Opfern der Suggestivkraft von Bildmedien gegenüber.
Ende November 1983 veranstaltete die Katholische Akademie Hamburg eine Tagung zum Thema Video, die sich eingehend mit den Auswirkungen des Videomarktes auf Wertebewußtsein und -erziehung auseinandersetzte. Die