Bővebb ismertető
VorwarnungFalls Sie etwa nur auf Mordtaten, Schießereien, Verfolgungsjagden oder peinliche Verhöre aus sein sollten, kaufen Sie dieses Buch lieber nicht; davon wird hier nämlich nichts oder nichts Nennenswertes geboten, obwohl in einigen Erzählungen Mörder gesucht und der Tat überführt werden. Falls es aber nicht unbedingt das oder nicht das allein sein sollte, was Sie erwarten - die Ansprüche der Leser an Kriminalliteratur sind recht mannigfaltig -, würde ich erst einmal zuraten weiterzulesen. Nun wäre zu fragen, was uns, die Liebhaber von Kriminalliteratur, wirklich immer wieder zu dieser Lektüre greifen läßt. Sind wir gewissenlos begierig auf Mord und Totschlag, natürlich unter der Voraussetzung, daß sie uns nur literarisch-indi-rekt betreffen? Ist die Lektüre einer Kriminalgeschichte gar Ersatzhandlung für die eigene kriminelle Tat? Goethe hat einmal gestanden, er habe von noch keinem Verbrechen gehört, und sei es noch so grausam, das er nicht in Gedanken schon selber einmal begangen hätte. . . Vielleicht ist in alldem ein Körnchen Wahrheit. Sicherlich fasziniert die extreme Situation, in die man wahrscheinlich selber nie gerät, jedoch dessen nie gewiß sein kann. Und ganz sicher. wollen wir eine phantasievolle Geschichte lesen, die spannend und unterhaltend ist -und zwar auf eine besondere Art. Wir wollen wissen, wie der Autor die Menschen sieht, die in einen Kriminalfall verwickelt sind, wollen möglichst erfahren, wie der Täter in Konflikt mit der Gesellschaft oder mit anderen Menschen geriet, warum er sein Problem nur durch ein Verbrechen lösen zu können glaubte, und wir wollen vor allem das Gefühl gewinnen, daß auch uns diese Sache irgendwie angeht.Seitdem sich die Kriminalgeschichte vom reinen Rätselspiel des 19. Jahrhunderts - in dem am Anfang die Tat und am Ende die Sühne stand, womit die bürgerliche Gerechtigkeit5