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Venedig von acht bis neun; ging ins Danieli. Sah San Marco, die Piazza, den Canal Grande und einige Kirchen: schöner Tag -sehr malerisch - Gesamteindruck schön - Einzelheiten weniger. Herbert Spencer in seinem Tagebuch 1880. Ii disoit l'avoir trouvée autre qu'il ne l'avoit imaginée, et un peu moins admirable La police, la situation, l'arsenal, la place de S. Marc, et la presse des peuples étrangiers lui semblarent les choses plus remerquables. Michel de Montaigne in seinem Journal du Voyage en Italie 1580-81.Der kühle Verstand hat hinsichtlich Venedigs stets seine Zweifel gehabt. Die Stadt auf dem Wasser wird nüchtern begutachtet, als sei sie ein Mythos für die Gläubigen - die Dichter und Hochzeitsreisenden. Montaigne, berichtet sein Diener, n'y trouva pas cette fameuse beauté qu'on attribue aux dames de Venise, et si vid les plus nobles de celles qui en font trafßque. Die berühmte Schönheit-der skeptische Franzose suchte sie bei den vielgepriesenen Kurtisanen, die zur Zeit seiner Reise elftausendsedhshundertvier-undfünfzig zählten. Er soupierte mit der Perle von allen, Nummer 204 in dem Katalog der bedeutendsten und verehrtesten Kurtisanen Venedigs. Le Lundi a souper, 6 de novembre, la Signora Veronica Franco, janti famé venitiane, envoia vers lui pour lui présenter un petit livre de Lettres qu'elle a composé. Es war anscheinend ein literarischer Abend. Diese vierunddrei-ßigjährige Aspasia hatte sich von ihrem Beruf zurückgezogen und unterhielt einen Salon, der von Dichtern und Malern frequentiert wurde; sie verfaßte Sonette, Briefe und Terzinen und beabsichtigte, ein episches Gedicht zu schreiben. Heinrich in. hatte sie be-