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I. EINE FIDELE GESELLSCHAFT In Cramat, einer der reizenden Vorstádte Batavias, war eine Anzabl von jungen Leuten auf dem Gut eines Mitgliedes ihrer Gesellsdiaft versammelt, um dort einen fröhlichen Abend zu verbringen. Leopold van Roeken feierte heute seinen fünfundzwanzigsten Geburtstag und hatte nicht alléin beschlossen, sein erstes Viertel vom Jahrhundert in würdiger Weise zu verlassen, sondern auch das zweite auf gleiche Art - und keineswegs nüchtern - anzutreten. Passende und willkommene Gesellschaft fand er dazu leicht. Es waren - auBer seinem eigenen Kompagnon, einem Deutschen - lauter junge hollándische Kaufleute, neun an der Zahl, teils Besitzer eigener Gescháfte, teils Buehhalter der Maatdiappey, und sdion um den Tiseh geschart, sprudelte der fröhliche Humor der Versammelten mit den Champagnerpfropfen lustig ins Freie. Zahlreiche malaiische Diener umgaben die Tafel, jeden Wunsch der Gaste rasch zu befriedigen, und als man die warmen Speisen beendet hatte, trugen sie Massen der herrlichsten Früchte herein. Das Mahl hatte sich lánger als gewöhnlich hingezogen, und mit seiner Beendigung brach die Dámmerung herein. Es war seehs Uhr abends, eben neigte sich die Sonne im Westen hinter den hochstámmigen Palmenkronen, und bequeme Rohrstühle waren von den Malaien in die Vorhalle getragen worden, um den WeiBen, den Tuwans, die Aussieht auf die vor ihnen liegenden Gárten zu gestatten. Dort wurde der Kaffee serviert, und wáhrend junge Burschen Manila- und Havannazigarren herumreichten, liefen andere mit den aus Kokosbast gedrehten Lunten hinterdrein. Zwei und zwei der Gáste hatten ein kleines Tisciichen zwisdien sich, auf dem die Tassén standén, und behaglieh auf Stühlen ausgestreckt lagen die jungen Leute, bliesen den Dampf in die Luft hinaus und erzáhlten sich Anekdoten. Eigentlich kann man's hier in Indien aushalten", sagte ein kleines, zusammengedrücktes und etwas venvachsenes Manndien mit lockigem dunklem Haar - er war einer der ersten Buehhalter der Maatchappey -, verdoem my, Roe-