Bővebb ismertető
Zum 52. JahrgangLiebe Leserinnen undLeser!Im Jahr 2000 feiert Ungarn die Tausend-jahrfeier der Gründung des ungarischen Staates. Vor 1000 Jahren wurde Ungarn zu einem Königreich. Ungarns erster König, der spáter heilig gesprochene Stephan I., bekannte sich damit zum christlichen Abendland. Seinem Sohn Emmerich und damit den künftigen Herrschern des Landes gab er das Motto mit auf den Weg: Wie die Gáste aus den verschiedensten Lándern und Provinzen kommen, so bringen sie auch die verschiedensten Sprachen und Sitten, die verschiedensten Erfahrungen und Waffen mit sich, welche alle den königlichen Hof bereichern und erheben und die Selbstsi-cherheit der Feinde einschüchtern. ( ) Denn ein Reich mit einer Sprache und den-selben Sitten ist hinfállig und zerbrechlich. Deshalb befehle ich dir, mein Sohn, dal? du sie wohlwollend gedeihen láfit und in Ehren háltst, damit sie lieber mit dir leben, als ir-gendwo anders wohnen.Der moderne Nationalstaat konnte mit solchen Ideen eines Vielvölkerstaats aus dem finsteren Mittelalter nichts mehr an-fangen. Das 19. und das 20.Jahrhundert ver-fochten den Staat mit einheitlicher Sprache. Dieses Ziel wurde auch über wirtschaftliche und kulturelle Aspekte gestellt. Diese Be-strebungen kulminierten nach dem Zweiten Weltkrieg in der Vertreibung ungefáhr der Hálfte der deutschsprachigen Bevölkerung Ungarns.Das Jahr 2000 soll deshalb Anlafi sein, daran zu erinnern, dafi deutsche und unga-rische Bevölkerungsgruppen tausend Jahre im Reich der Stephanskrone bzw. seit der sog. ungarischen Landnahme sogar 1100 Jahre zusammenlebten. Deutsche Siedler hinterliefíen seit der karolingischen Ansied-lung im 9. Jahrhundert ihre Spuren.Der neue Hauskalender soll somit einige Aspekte der vielfáltigen Kulturleistungen der Ungamdeutschen lebendig machen. Als kleines Lesebuch sei es den Leserinnen und Lesern anempfohlen, als Bilderbuch mag es Erinnerungen an lángst vergangene Zeiten eines regen ungamdeutschen Lebens in den Dörfern Ungarns erwecken.Die Kalenderbilder zeigen Sakralbauten aus den verschiedenen Jahrhunderten. Sie symbolisieren mit ihrem Stilwandel die wechselvolle Geschichte der Ungarn und der Ungamdeutschen. Die Kirchenbauten erinnern auch an die Christianisierung Ungarns vor 1000 Jahren.Allén Einsenderinnen und Einsendern von Texten und Bildern gilt der herzliche Dank für die Mitarbeit. Sie werden es der Redaktion verzeihen, dal? aus der Vielzahl der Einsendungen eine Auswahl getroffen werden mufite, daíü nicht alle Bilder abge-druckt werden konnten und cl a fi an den Texten herumkorrigiert und manchmal gekürzt wurde.KlausJ. Loderer