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vorwort
Ich will dir heute eine ganz schlichte und wahre Geschichte erzählen, heber Freund, nämlich die Geschichte von Gerd und Christian.
Diese Geschichte ist sehr ernst und geht zu Herzen. Daß du auch einmal so etwas erlebst, was diese beiden Jungen irgendwo im Hochgebirge erlebt haben, das möchte ich dir wünschen.
Hör mir zu. Ein Einzelwesen bedeutet nichts. Zwei Jungen, die einander auf ihrer Lebensbahn begegnen und Freundschaft schließen, bedeuten nichts. Nur das ist von Bedeutung, was sie mit dieser Freundschaft anfangen.
Wenn sie aus dieser Freundschaft kraftvolle Freude schöpfen, wenn sie dahin gelangen, anderen eine Stufenleiter zu sein, denen, die man zurückgestoßen hat, Liebe zu erzeigen, dann kann ich dir sagen, daß ihre Freundschaft ein kostbarer Schatz ist, an dem die Engel im Himmel ihre jubelnde Freude haben.
Wenn dagegen außerhalb des engen Kreises der beiden für keinen anderen Raum bleibt, dann ist diese Freundschaft nur die häßliche Vereinigung einer zweifachen Selbstsucht. Wenn sie ein eisig erstarrtes Erdreich bleibt, ohne Blüten zu tragen gleich einem Baum im Maien, dann ist damit nur der Beweis erbracht, daß sie sinnlos ist und unnütz.
Versuche diese Dinge zu verstehen und mögest du an dem Tage, da Gott dir einen Freund anvertraut, seiner würdig sein. Ich kenne die traurige Geschichte eines Jungen, den wir alle sehr hochschätzten, der aber, nachdem er hoch und tief und großartig hatte bauen wollen, feige geworden und davongegangen ist, mit niedergeschlagenen Augen, um nicht mehr dem Blick derer zu begegnen, die an ihn geglaubt hatten.
Deswegen habe ich diese Seiten geschrieben, damit wenig-
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