Bővebb ismertető
THEODOR HEUSSWILHELM BUSCHWohl auch sein Leben, gewiß aber das postume Sein diesesMannes ist ein großartiges Paradox. Er war mit seinen Bilder=geschichten", lustigen Zeichnungen, denen er bald selber denText, knappe Reime, hinzufügte, ziemlich rasch zu einer unge=heueren Volkstümlichkeit gediehen, aber man wußte eigentlichnicht recht, wie man mit ihm dran war. Es schien so, er habe dieFunktion übernommen, ein terminbeflissener Freudenlieferantifür die Deutschen zu sein, vermutlich das übermütig vergnügte'Glied des Künstlervölkchens", das gerne Allotria trieb. Unddann die ungewisse Einsicht: in dieser Vorstellung stimmtetwas nicht. Der Mann sitzt, als ob er sich vor der Welt" ver=bergen wolle, in einem bäuerlichen Dorf Niedersachsens, der;Ruhm ist ihm gleichgültig, ja geradezu störend oder gar pein=lieh, wenn er ihn aufsuchen will, fast etwas wie ein menschen=scheuer Sonderling. Und in der Tat, das Getu's" ist seinerempfindsamen, diskreten Natur, die keiner vermuten will, weilin seinen Zeichnungen so viel Trubel und Krach ist, höchstwiderwärtig. Die Legende bemächtigt sich seiner, wohlmeinend,aber im Maßstäblichen der Bewertung ihm selber zu arg. Dennplötzlich sieht er sich, gedruckt, in der Reihe von Shakespeare,Goethe und Gleichartigen untergebracht. Das veranlaßte ihn,er ist einige fünfzig alt, in ein paar Aufsätzen die Sache wiederins Lot zu bringen: Was mich betrifft", Von mir über mich".Man darf diese so behutsam wie locker geschriebenen Bemer=kungen, die einfach, ganz schlicht und unpolemisch, einigesZeitungsgeschwätz berichtigen und in der Sachmitteilung, desjTones der leisen Selbstironie nicht entbehrend, nie steigern,eher dämpfen und untertreiben, als Autobiographie nehmen,|aber dann eben wichtig durch die Tatsache der äußersten Be=grenzung. Er will nicht haben, daß falsche oder bloß schiefe|Dinge über ihn in die Zukunft gehen er formuliert an denAufsätzen ein paarmal herum, daß sie auch als Beigabe für die|