Bővebb ismertető
Eine Hand rüttelte an meiner Schulter und unterbrach den Traum. Ich wachte auf, während ich noch darum rang, zu entkommen. Der Gurt hielt mich auf meinem Sitz fest. Für einen kurzen Augenblick war ich wieder in jenem Keller in Belfast und wartete auf den Eimer Wasser, der mein Bewußtsein zu einer neuen Reihe von Peinigungen zurückholen würde. Dann öffnete ich die Augen, und die panische Angst verebbte. »Richten Sie bitte Ihren Sitz wieder gerade, mein Herr«, sagte die Stewardeß streng zu mir.
Schon Tunis! Wir waren noch über den Alpen gewesen, als ich einnickte, benommen von dem Champagner, den ich vor und nach dem Mittagessen getrunken hatte.
Der Fluggast zu meiner Linken sah mich neugierig an, als ich meinen Sitz aufrichtete. Sonnenlicht fiel schräg durch das Fenster neben mir. Der Pilot setzte von Osten zum Anflug auf den Flughafen El Aouina an. In der Landekurve gab mir die nun gesenkte Tragfläche einen herrlichen Blick auf die unter uns liegende Stadt Tunis frei. Völlig unbewegt lag die von Land eingeschlossene Lagune, die durch eine zum Hafen La Goulette führende Straße geteilt wurde. Hingegen trug die See draußen weiße Schaumkronen, und die Berge hinter Hammam Lif ragten purpurgrau in das gleichmäßige Blau des Himmels. Unter uns glitten die weißen Villen von Karthago und Sidi-Bou-Said vorbei. Dann machte das Flugzeug einen plötzlichen Ruck bodenwärts, und Augenblicke später folgte der quietschende - nicht allzu sanfte Aufprall der Räder auf der Landebahn. »Behalten Sie bitte Platz, bis das Flugzeug völlig zum Stehen gekommen ist. Und bitte nicht rauchen, bevor Sie innerhalb des Flughafengebäudes sind.«
Doch schon als die Boeing langsamer rollte, befreite ich mich von meinem Gurt, holte die Schultertasche unter dem Sitz hervor und stieg über die Beine zweier Fluggäste, die mich vom Durchgang zur Tür trennten. Ich reiste mit leichtem Gepäck, da ich ja so schnell wie möglich wieder zu Hause sein wollte. Eine Stewardeß kam auf mich zu und sah mich böse an, als ich auf den Ausgang zustolperte. Ich ließ mich auf einen der leeren Sitze fallen. Sowie die Tür geöffnet wurde, schob ich mich an ihr vorbei und war noch vor den Passagieren der ersten Klasse die Stufen hinuntergeeilt.
Sofort schlug mir die Hitze Nordafrikas entgegen und mit ihr dieser eigenartige, ranzige, durchdringende Geruch, der die ganze arabische Welt erfülh. Mein Anzug, den ich an dem frostigen Maimorgen in England noch als kühl und leicht empfunden hatte, war jetzt viel zu heiß. In dem langen, nüchternen Flughafengebäude überprüfte der Einwände-