Bővebb ismertető
Tunesien lm östlichen Teil des Maghreb (Nordafrika) zwischen den beiden Mittelmeerbecken gelegen, öffnet sich Tunesien in breiter Front zum Meer mit einer 1300 km langen Küste. Die klimatischen Einflüsse des Meeres wirken sich auf das Land aus und der Handelsverkehr mit anderen Völkern wird so begünstigt. Obwohl Tunesien im Süden auch die Wirkungen der grossen saharianischen Wüstezu spüren bekommt, hat es weniger wüstenhaften Charakter als seine direkten Nachbarn, Libyen und Algerien. Tunesien ist ein relatív tiefliegendes Land, ein Drittel davon liegt 200 m über dem Meeresspiegel; es gibt eine Gebirgskette im Norden des Landes nahe dem Meer mit den Bergen Djebel Khemir, Mogod und Nefza, deren höchste Erhebung 1212 m nicht überragt. Eine bedeutend höhere Bergkette, der mitteltunesische Gebirgsrücken, erstreckt sich in nordöstlicher Richtung über das Land, deren höchster Berg der Djebel Chaámbi mit 1544 m ist. Zwischen den beiden Gebirgszügen fliesst der Medjerda, der trotz seines unregelmássigen Verlaufs das einzige Gewásser ist, das die Bezeichnung Fluss verdient. Klima, Land und Bevölkerung Starke Hitze und Trockenheit im Sommer, etwas abgeschwacht und feucht im Winter, prágen das Klima, das sowohl den Einflüssen des Mittelmeeres als denen der Sahara unterliegt (durchschnittlicher Niederschlag im Norden 1000 mm, weniger als 200 mm im Landesinneren und im Süden mit Abweichungen je nach der Entfernung zur Küste). Diese Klimafaktoren zusammen mit den durch die Berge verursachten Schwankungen sind der Grund für die Unterschiede, die es immer schon zwischen den Gebieten im Norden und an der Küste und jenen im Landesinneren gegeben hat. Die ersteren, landwirtschaftlich nutzbaren, ziehen weiterhin die wohlhabenden Bewohner an, ebenso wie die Stadte mit grösseren Einwohnerzahlen wie Biserta, Tunis, Sousse und Sfax. Grossanbau von Getreide wird in den reichen Schwemmlandebenen von Mateur und Beja betrieben, wáhrend Oliven fast ausschliesslich im Sahel angebaut werden. In den anderen in der Mitte des Landes gelegenen Gebieten, lángs der Grenzen zu Algerien und im Süden passt sich die Landwirtschaft der mehr oder weniger fruchtbaren Natúr der Erde und der Menge der Niederschláge an. Der Ertrag ist jedoch sehr unregelmássig und wenn man von dem Dattelanbau im Gebiet des Jerid und einigen bewásserten Anbaugebieten mit Treibháusern (Zitrusfrüchte) absieht, ist die Produktion normalerweise schwach oder mittelmassig. Die Bevölkerung, die 1985 bei der letzten Volkszáhlung 7.700.000 Einwohner betrug, weist nach wie vor eine rasche Wachstumsrate auf, obwohl man in den letzten Jahren Fortschritte in der Geburtenkontrolle registrieren konnte. Die Bevölkerung ist jung, mehr als die Hálfte ist jünger als zwanzig Jahre.