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Einleitung
München.
Verschnörkelte Barockfassaden, in deren verstaubten Ritzen noch ein müdes Schimmern alten Goldes liegt. Dicht daneben stolze, steinerne Festen der Technik, die mit ihren Mauern schon heute in das Morgen ragen. Hier das hastende Durcheiniandertönen des Verkehrs und dort ein leises Glockensummen, aus vergangenen Zeiten. Darüber zwei kupfergrüne Kuppelhäupter und dahinter das blaue Band der Berge. —
Keiner, der München einmal gesehen hat, wird es vergessen können. Jedem bleibt es eine schöne, teuere Erinnerung. Es ist ein Fleckchen Erde, das in der ganzen weiten Welt berühmt geworden ist.
Rund 700 000 Seelen leben zwischen seinen Mauern. So ist es eine Großstadt, die viertgrößte unter Deutschlands Städten. Es bietet alles, was solche Gipfelpunkte der Kultur zu geben halaen, und doch — und das ist wohl die größte seiner Eigenarten — hat es im nüchtern-vorwärtsdrängenden Heute nichts von der Poesie verloren, die seit Jahrhunderten um seinen Namen webt.
Ganz nahe den Bergen — an föhnigen Tagen stehen ihre Gipfel dicht vor den Fenstern — liegt die Hauptstadt Bayerns 519 m über dem Meere auf der bayerischen Hochebene. Es gibt wenige Großstädte auf der Welt, die es wie München verstanden haben, die „dumpfen Mauern" und den „grauen Staub" in die Unwirklichkeit zu rücken. Überall leuchtet das Grün der Anlagen durch die Straßen, mitten in der Stadt beginnt der Englische Garten, ein stiller Naturpark, der sich weit über den Burgfrieden hinaus vériért, und dort, wo die im Karwendelgebirge entspringende Isar durch die Stadt fUeßt, ziehen sich hügelige Anlagen an ihren Ufern hin. Auf allen Seiten ist