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EINLEITUNGWer kann schon Tierkindern widerstehen? Wir finden sie einfach entziickend! Ihr weiches Feli, ihre Pummeligkeit, die unbeholfenen Bewegungen, ihr kindlich-unschuldiges Aussehen. Am liebsten mögen wir Tiere, die uns an uns selbst erinnern; zum Beispiel Baren, Eulen oder Pinguine, die aufrecht gehen. Oder aber Papageien oder Mynah-Vögel, die sprechen können. Und natürlich Tierjunge, die Merkmale unserer eigenen Babys aufweisen: ein kleines Gesicht mit stark gewölbter Stirn, Pausbackchen und groRe, fragende Augen. Aus diesem Grund...
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EINLEITUNGWer kann schon Tierkindern widerstehen? Wir finden sie einfach entziickend! Ihr weiches Feli, ihre Pummeligkeit, die unbeholfenen Bewegungen, ihr kindlich-unschuldiges Aussehen. Am liebsten mögen wir Tiere, die uns an uns selbst erinnern; zum Beispiel Baren, Eulen oder Pinguine, die aufrecht gehen. Oder aber Papageien oder Mynah-Vögel, die sprechen können. Und natürlich Tierjunge, die Merkmale unserer eigenen Babys aufweisen: ein kleines Gesicht mit stark gewölbter Stirn, Pausbackchen und groRe, fragende Augen. Aus diesem Grund interessieren wir uns besonders fíir kleine Katzen, Spanielwelpen und Babyeulen.Unser Interesse fíir Tierjunge, die den Menschenkindern kaum ahneln, laRt sich nur schwer erklaren. Fohlen, Lammer und Kalber habén seitwarts gerichtete Augen, aber die Augen sind groR und sie habén ein kurzes Maulchen, einen rundén Kopf und kleine Ohren - eine deutliche Áhnlichkeit mit Menschenbabys. Ihre Beine sind unproportioniert und die Bewegungen tapsig. Vielleicht nimmt uns das so sehr fíir sie ein.Die Jungtiere, die uns logischerweise am ehesten zusagen sollten, sind die Jungen der Tierarten, die uns in ihrer Entwicklung am nachsten stehen: AfFen und Menschenaffen. Gorillas und Schimpansen sehen oft beunruhigend menschlich aus und ebenso sehr ahneln ihre Kleinen den Menschenbabys. Ein neugeborener Affe ist nicht ganz so hilflos wie ein Menschenkind. Ganz sicher spricht er die erwachsenen Affen im Stamm stark an. Teils wegen seiner GröRe, den rosa Klammer-handchen, dem zerknitterten, kleinen Gesicht und seinen linkischen Bewegungen. Auch seine Farbgebung ruft Emotionen hervor. Viele Affenjungen sind andersfarben als ihre Eltern. Sie habén schwarzes Feli, das auffallend mit ihrem rosa Gesicht, den Handen und FüRen kontrastiert. Wahrend das Kleine heranwachst, wird das Feli heller und die Haut dunkler, bis die Farbe der Erwachsenen erreicht ist. Für die Mutter verliert das Affenbaby dadurch seinen Reiz. Sie entwöhnt es und gibt ihm damit die Freiheit, ein unabhangiges Leben zu führen und mit anderen Jungen zu spielen. GröRe und Gestik des Jungen sagen jedoch noch immer den mánnlichen AfFen im Stamm zu. Sie beschützen es und lassen sich seine Frechheiten ganz offensichtlich geduldig gefallen.Tiere, die sich bei der Geburt in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befinden, sagen uns weniger zu. Dazu gehören Mause und Kánguruhs. Diese winzigen, nackten Geschöpfe mit ihren rundén Schnauzchen, den Klauen und saugenden Mündchen habén sicher ihren rührenden Charme. Wir sollten sie schon deshalb mögen, weil ihre zarte, unbehaarte, rosa Haut an Mini-Ausgaben unserer eigenen Babys erinnert. Aber möglicherweise stöRt uns ihre Blindheit bei der Geburt ein wenig ab, obwohl wir unsere Babys auch dann noch hübsch finden, wenn sie mit geschlossenen Augen friedlich schlafen.Es ist nur allzu verstandlich, daR jedes Tier sich am ehesten der Jungen der eigenen Rasse annimmt. Sonst würden sich Tiermütter nicht so hingebungsvoll um ihre Kleinen kümmern oder sie tapfer verteidigen. Die Verantwortung einer Tiermütter ist teilweise instinktive Reaktion auf Form, Geruch oder Farbe, besonders aber auf Laute des Jungen. Jede Mutter kennt die Wirkung, die ein klaglich weinendes Baby verursacht. Ein Saugling braucht nachts nur leise zu wimmern und seine Mutter wird sofort hellwach und das Bedürnis habén, sich um ihr Kind zu kümmern. Die Schreie von Tierkindern habén ganz ahnliche Effekte auf Tiermütter.Bei den meisten Tieren hangt das Überleben der Jungen von der engen Bindung zwischen Mutter und Nachwuchs ab. Nestlinge spielen beim Entstehen und Aufrechterhalten der Eltern-Kinder-Beziehung eine passive Rolle. Jungtiere, die starker entwickelt geboren werden, wie zum Beispiel Fohlen, Kalber, Lammer und andere HuffíiRler, spielen eine aktive Rolle. Junge, die bald nach der Geburt laufen oder schwimmen können, müssen der Mutter von Anfang an folgen. Es ist deshalb überaus wichtig, daR sie das richtige Objekt als Mutter anerkennen und sich gefíihlsmaRig binden lemen. Andernfalls folgen sie dem falschen Tier oder versuchen von einem Baumstamm zu saugen. Die Jungen habén den Instinkt, die Mutter zu erkennen, keineswegs von Geburt an, sondern müssen ihn entwickeln, um zu überleben. Sie gewöhnen sich an das erste Lebewesen, das sie nach der Geburt wahrnehmen und das ist meist die eigene Mutter.Ebenso rasch lernt die Mutter Geruch, Form und Laute ihres Jungen kennen. Die gegenseitige Beziehung entsteht schon wahrend der ersten zehn Minuten im Leben eines Tierbabys.In diesem Buch béhandeln wir nur junge Saugetiere, das heiRt Tiere im traditionellen Sinn und nicht im zoologischen, der das gesamte Tierreich umfasst. Alle Saugetiermütter füttern ihre Kleinen zuerst mit Milch, die sie selbst abgeben und diese Tatsache unterscheidet sie von allén anderen Tierarten.

Termékadatok

Cím: Tierbabys [antikvár]
Szerző: Jane Burton
Kiadó: Prisma Verlag GmbH
Kötés: Fűzött keménykötés
Méret: 200 mm x 270 mm
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