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Vorwort
Auf vielen Pferderücken habe ich gesessen und bin weit in der Welt herumgekommen, und wenn ihr mich fragt, wo es die schönsten, rassigsten und schnellsten Pferde gibt, so antworte ich ohne Zögern: in Turkestan*), im Herzen Asiens. Dort träumt jeder heranwachsende Junge davon, ein eigenes Pferd zu reiten.
Vor etlichen Jahren verbrachte ich einen glühendheißen Sommer in Kunduz, einer Provinzstadt im Norden Afghanistans. Unvergeßlich wird mir dieser Sommer bleiben; er ist durchglüht von der Erinnerung an einen halbwüchsigen Jungen, der seine ganze Aufmerksamkeit und Liebe einem Pferd zuwandte, weil die Menschen ihn enttäuschten
Ich war damals Gast auf Qalabeg, der „Burg des Fürsten", wie der Wohnsitz des reichen Pferdezüchters Nezambay genannt wurde.
Dieser Nezambay war in Turkestan ebenso berühmt wie seine Pferde, und diese waren der Stolz des ganzen Landes. Ach, das waren Vollblüter, sowohl die turkmenischen als auch die arabischen und russischen!
Jeder Fremde, der durch Kunduz reiste, besuchte die legendären Stallungen; Reisende kamen zu Fuß, zu Pferd,
*) siehe Nachwort