Bővebb ismertető
Dieses Buch handelt von handgeknüpften Teppichen, außerdem schon der Muster halber von Teppichen, die zumeist jahrhundertealt sind. Endlich handelt es von echten" Teppichen; das ist zwar ein wenig glückliches Wort, doch müssen wir es hier einmal gehrauchen.Man kann natürlich historische Teppiche sammeln, allerdings nicht, um in ihnen zu wohnen, sondern etwa so, wie man Bronzefiguren aus der Zeit der Renaissance sammeln kann oder Kupferstiche von Dürer. Das Teppichsammeln wäre wahrscheinlich sehr viel kostspieliger und einige solcher Sammlungen sind am Ende des Textteiles genannt.Unter echten" Teppichen versteht man jedoch nicht nur solche historische Stücke, sondern im weiteren Sinne auch alle neueren und ganz neuen Teppiche, die von Hand gewebt oder geknüpft sind. Wobei es allerdings Unterschiede gibt wie Tag und Nacht, Kolportageware mit verdorbenen Mustern und lotteriger Knüpfung sowie geringer Knotenzahl. Ebenso aber findet man unter neuen Teppichen auch wunderbare moderne Stücke in bester alter Tradition. Hier will dieses Buch helfend zur Seite stehen mit guten Teppich-Kenntnissen.Doch auch Erzeugnisse vom automatischen Webstuhl, also Maschinen-Teppiche, sind dem Gebrauchswert nach echte" Teppiche, und sind, wenn sie aus gutem Hause stammen, anständig gearbeitet, in Anlehnung an beste orientalische oder andere Vorlagen gemustert sind, sicherlich den übleren Arten täuschender moderner Handarbeit vorzuziehen. Auch hier wieder nützen Kenntnisse, wie man sie der Bilddarstellung dieses Themas entnehmen kann.Was sind nun unechte" Teppiche? Etwa filzartige, mit Kunstharz verleimte Bodenplatten, oder Teppiche im Tufting-Verfahren, von denen in einem Schlußkapitel ganz kurz gesprochen wird? Im Grunde darf man auch sie nicht so nennen, denn ihre Aufgabe ist ganz anders als die des erlesenen Einzelstücks.Diese Teppiche der heutigen Zeit liefern uns, und nicht nur im festlichen Raum, das, was alle echten Teppiche dem Wohnen bieten, nämlich Behagen, Luxus, Wohnlichkeit, dazu das beste Mittel zur Erhaltung unseres Seelenfriedens, nämlich unübertroffene Schalldämpfung, und ebenso auch eines der besten Mittel gegen Wärmeverluste in beheizten Räumen.Man sieht also, dieses Bilderbuch von alten Teppichen aus Ost und West, so wenig es sich direkt mit der Gegenwart befaßt, ist doch für die Kenntnis der Grundlagen jeglicher Teppich-Wohnkultur höchst aktuell.