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Volker läßt den Wagen am Rand der breiten Asphaltstraße ausrollen und stoppt. Er wendet sich seinem Freund zu und nickt, als wolle er sagen: Es ist gesdiafftl Fröhlich lachen seine dunklen Augen, er streicht das tiefdunkle Haar aus der Stirn und sagt:
„So, da wären wir am Misurina-See. Endlich darf unser braver Muli versdinaufen!"
Mit dem Muli ist ihr alter DKW gemeint, der sich im Augenblick hinter einem eleganten sdiwarzen Cadillac recht armselig ausnimmt.
Die bezwingende Schönheit Südtirols breitet sich vor den beiden Neunzehnjährigen aus. über dem smaragdgrünen See schwebt ein kühler, herber Hauch. Schroffe Felswände ragen dahinter empor. Die majestätischen Gipfel der Dreitausender werfen Schatten auf die Schneefelder in den Schluchten. An den Steilhängen glitzern die Sdineewächten. Darüber wölbt sidi ein blauer Himmel, auf dem ein paar Federwölkchen segeln. Nach einer Weile andächtiger Betrachtung sagt Volker: „Ich komme um vor Durst! Drüben ist ein Gasthaus. Komm, laß uns hier hineingehen."
Volker geht mit leichten Schritten neben seinem Freund her, dessen dunkelblonder Kopf ihm nur hiz zur Schulter reicht. Jürgen ist schwerer, aber gut gebaut. Gemeinsam ist ihnen ein natürliches Wesen und Sportbegeisterung.
Kaum haben sie sich am Fenster vor einem kleinen Gasthaustisch behaglich niedergelassen, da sagt Jürgen zur Wirtin: