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Kapitel IWie ein riesiges weißes Leichentuch breitete sich der kalte feuchte Nebel zäh und undurchdringlich über dem Land aus. Alles Leben schien mit bleierner Langsamkeit unter einer tödlichen Last zu erstarren. Die wenigen Geräusche, die, wenn sie überhaupt noch zu hören waren, drangen merkwürdig gedämpft, ja beinahe erstickt durch die unerbittliche Dunkelheit. Ein undefinierbares deprimierendes Durcheinander aus Molltönen - gerade so, wie in diesem schrecklichen Augenblick, wenn der letzte Laut, der sich qualvoll dem Hals des Opfers entringen will, in eben jenem Sekundenbruchteil hoffnungslos im Kehlkopf stecken bleibt, weil der Täter die tödliche Umklammerung verstärkt hat und nunmehr unbarmherzig zudrückt Eine Gänsehaut lief bei diesen düsteren Gedanken seinen Rücken hinauf. Unwirsch fuhr sich der junge Mann mit dem Handrücken über die Stirn, während er weiterhin angestrengt durch die Windschutzscheibe seines Wagens spähte und mit zusammengekniffenen Augen versuchte, die milchige Nebelwand vor ihm auf der Autobahn zu durchdringen. Da sieht man nicht mal mehr die Hand vor Augen, das ist ja nur noch eine einzige zähe Suppe! Wir müssten ja jetzt wohl grade auf Höhe der Kochertalbrücke sein, wenn ich das richtige sehe, oder! Wenn ich überhaupt was sehe. Aber so! Na ja, die Nebelscheinwerfer kannst du auch glatt ver-9