Bővebb ismertető
Das Buch Ionesco nennt dieses Tagebuch eine Forschungsreise auf der Suche nach mir selbst. Die Themen, die das ebenso hochintellektuelle wie naive Bewußtsein beschäftigen, sind durchaus nicht nur Themen des Künstlers. Neben Passagen über das Theater, über das Kunstwerk und den neuen Roman offenbart sich hier ein ganz unbekannter Ionesco: in den Kindheitsbildern, in Betrachtungen über Sozialismus und Rassenhaß, über die Ehe und vor allem über das Phänomen Zeit und Tod. Was Ionesco hier über die Angst, über die Unerträglichkeit eines Lebens angesichts des Todes schreibt, über die tiefe Depression, gegen die er sich mit Psychoanalyse zu wehren sucht und die dennoch nie von ihm weicht, das ist so persönlich, so unverkrampft, wie es wohl niemand vermuten konnte, der bisher nur lonescos absurde Stücke kannte. Andere Stellen fordern zum Widerspruch heraus. Aber im unablässigen Versuch, harte und - etwa im Politischen - fragwürdige Gegensätze zur Koexistenz zu zwingen, ist dieses Tagebuch für die Epoche exemplarisch. Der Autor Eugene Ionesco, 1912 in Rumänien geboren, verbrachte seine Kindheit in Paris, studierte in Bukarest Philologie, war Studienrat und Theaterkritiker und lebt seit 1938 in Paris. Werke u. a.: >Die kahle Sängerin< (1950), >Die Unterrichtsstunde< (1950), >Die Stühle< (1951), >Amédée oder Wie wird man ihn los?< (1953), >Der neue Mieter< (1953), >Die Nashörner< (1959), >Der König stirbt< (1961), >Fußgänger der Luft< (1962), >Hunger und Durst< (1963).