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Vorwort
Menschen zu einem Leben aus dem Glauben zu befähigen, ist ein wichtiges Ziel von Katechese und Religionsunterricht. Wenn Menschen glauben wollen, müssen sie ihren Glauben kennen und die wichtigsten Glaubensaussagen wissen. Aber allein durch Wissensvermittlung kann es nicht gelingen, Menschen den Zugang zum Glauben zu eröffnen. Ein Glaube, der nicht auch im Alltag und im konkreten Leben erfahrbar wird, trägt nicht.
Während in den drei Bänden der Werkbuchreihe »Symbole des Lebens - Symbole des Glaubens« anhand von Elementen, Dingen und Zeichen versucht wurde, etwas von der Wirklichkeit Gottes in unserem Leben aufscheinen zu lassen, rückt in diesem Werkbuch der Mensch selbst in den Mittelpunkt. In der Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments lesen wir: »Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, als Abbild Gottes schuf er ihn« (Gen 1,26 f.). Wenn der Mensch wirkhch als Abbild Gottes erschaffen ist, dann liegt es nahe, sich auch dem Menschen zu nähern, wenn wir die Wirklichkeit Gottes in unserem Leben neu entdecken wollen.
Durch sein Da-sein, durch sein Denkvermögen und seine emotionalen Fähigkeiten wurde der Mensch im Lauf der Geschichte zum Symbol seiner selbst und zugleich zum Symbol der Gottheit. Der Pharao in Ägypten oder auch der »Inka« in Südamerika z.B. sind als Menschen gleichzeitig die Gottheit selbst. Im Christentum wird Gott in Jesus Christus Mensch. Gott läßt sich auf den Menschen ein und durchlebt mit ihm alle Tiefen des menschlichen Seins. So ist es nur natürlich, daß alles, was dem Menschen eigen ist, seine Fähigkeiten, seine Gefühlswelt, die Ausprägung unterschiedlicher Aufgaben und Berufe, auch einen Symbolwert erhielt, der von vielen Menschen verstanden wird. Diesen Symbolwerten wird hier nachgespürt. Zunächst geht es darum, die Fähigkeiten des Menschen zu entdek-ken. Ziel ist, sie nicht nur bei anderen wahrzunehmen, sondern sie auch bei sich selbst zu sehen, auszuprobieren und zu fördern. Es geht um das Wahrnehmen der Vielfalt unserer Sinne und das Staunen über diese Vielfah. Über das Wahrnehmen der Fähigkeiten, die wir durch unsere Hände und Füße, durch unsere Augen, Ohren und unseren Mund ausüben können, wird das Herz als »Mitte« des Menschen entdeckt; es steht für alles, was sich im »Inneren« des Menschen, in seiner Gefühlswelt und in seinem Menschsein als
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