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Mary O'Hara - Sturmwind - Flickas Sohn [antikvár]

Sturmwind - Flickas Sohn [antikvár]

Mary O'Hara

 
Flickas erstes Fohlen Zornig stieß das Fohlen gegen die festen Wände aus Fleisch, die es gefangen hielten. Es wollte nicht geboren werden. Das heftige Zusammenpressen dieser Wände seines Hfiuses, das immer ganz unerwartet kam, störte sein langes, friedliches Wachstum und versetzte es in Wut, so daß es sich auseinanderfaltete und wieder und wieder um sich trat. Es wollte keine Veränderung. Hier war ruhevolles Dunkel — nichts, was ihm quälend in die Augen stach. Hier war Sicherheit — nicht denkbar, daß Böses es hier erreichen...
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Flickas erstes Fohlen Zornig stieß das Fohlen gegen die festen Wände aus Fleisch, die es gefangen hielten. Es wollte nicht geboren werden. Das heftige Zusammenpressen dieser Wände seines Hfiuses, das immer ganz unerwartet kam, störte sein langes, friedliches Wachstum und versetzte es in Wut, so daß es sich auseinanderfaltete und wieder und wieder um sich trat. Es wollte keine Veränderung. Hier war ruhevolles Dunkel — nichts, was ihm quälend in die Augen stach. Hier war Sicherheit — nicht denkbar, daß Böses es hier erreichen könnte. Hier war Nahrung, ohne daß es sich anstrengte oder auch nur darum wußte. Hier war das weichste, schwimmende Lager, das jeden Stoß auffing. Hier war Wärme, die unverändert blieb. Hier war — auch das fühlte es irgendwie unklar — Liebe und Schutz am Herzen seiner Mutter. Es wollte nicht geboren werden. Zweimal schon hatte es die Wehen mißachtet, und seine Mutter hatte sich darein ergeben und es weiter ausgetragen. Sie war die hübsche Rotfuchsstute Flicka, die dem jungen Ken McLaughlin vom Gänseland-Gestüt gehörte. Sie war geduldig und ohne sich viel zu bewegen auf der Stallweide gleich hinter der Umzäunung geblieben. Und allen vom Gestüt — Rob und Neil McLaughlin, ihren Söhnen Howard und Ken sowie Gus und Tim, den Angestellten — war es zur Gewohnheit geworden, sie jeden Tag einmal zu besuchen. Sie stand geduldig da, wurde immer dicker, und ihr heiteres, lebhaftes Wesen schlug in dumpfes Brüten um. Wenn irgend jemand ihrer Hinterhand zu nahe kam, schlug sie aus. Auch Besucher, die aufs Gestüt kamen, gingen hinaus, um sie in Augenschein zu nehmen. Einer sagte zu Neil: »Das ist die riesigste Stute, die ich je gesehen habe.« »Sie ist gar nicht so riesig«, sagte Neil. »Das kommt nur von dem Fohlen, das im Frühjahr zur Welt kommen sollte. Und nun ist es ja fast schon Zeit, daß die Jungen wieder nach Laramie in die Schule zurück müssen — und sie hat noch immer nicht gefohlt.« Alle waren sich darüber einig, daß so etwas hier und da mal einer Stute passierte, und jeder wußte auch von einem solchen Fall zu berichten. Man war sehr neugierig, was das wohl für ein Fohlen geben würde, sicherlich ein prächtiges Tier, groß, stark und gut entwickelt. Die Stute lag nun am Boden. Sosehr auch das Fohlen seinen Willen durchzusetzen versuchte — es war doch machtlos. Die furchtbaren Wellen kamen in regelmäßigen Zwischenräumen immer wieder, und es wurde hierhin und dorthin gedreht, als seien kluge Hände am Werk, bis es dalag wie ein Taucher, mit ausgestreckten Vorderbeinen, auf denen sein kleiner Kopf ruhte. Dann empfand es zum ersten Male Schmerz und würde gekämpft und gestoßen haben, wenn es nur gekonnt hätte, aber es war wie in einem Schraubstock eingespannt und vermochte sich nicht zu bewegen. Der Druck von allen Seiten wurde heftiger — dann kam das Gefühl der Bewegung durch einen engen Gang und ein plötzlicher Schock, als es hinausglitt auf die Erde. Einen Augenblick noch war es durch die dünne Haut, in die es ganz eingehüllt war, vor Licht und Luft geschützt, dann kam die Stute auf die Füße, drehte sich eilig um und streifte mit Zähnen und Zunge die Membran herunter. Das Fohlen begann zu atmen. ! I ¦ I i j .

Termékadatok

Cím: Sturmwind - Flickas Sohn [antikvár]
Szerző: Mary O'Hara
Kiadó: Ullstein Taschenbücher-Verlag GmbH.
Kötés: Varrott papírkötés
Méret: 120 mm x 180 mm
Mary O'Hara művei
Bolti készlet  
Vélemény:
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