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ie Chaise rollte munter durda die spätsommerlichen böhmischen Wälder. Es war ein altgedientes, hochbeiniges Fahrzeug, ein wenig absonderlich, doch nicht unfreundlich anzusehen — fast ein Blumenkörbel auf Rädern, mit sdiutenartig geschwungenem, nach vorn geöffnetem Dach. Beileibe also keiner jener in Mode gekommenen ladvblitzenden Reisewagen „au comfort" mit weit ausladendem Gepäckhalter, schließbarem Verdeck und einem Rücksitz für den Bedienten, sondern eben eine Chaise „dritter Güte". Zu einer höheren Klasse hatte sich der Fuhrhalter Nepomuk Wronka aus der Prager Altstadt, der die Schauspieler bediente, aus Gründen hinreichender Erfahrung mit dem leichtlebigen Künstlervölkchen nicht entschließen können. Es mußte schon als überaus konziliant erscheinen, daß er sich bereit gefunden hatte, dieses Vehikel, das die einschlägig Interessierten mit der Bezeichnung „Liebeskutsche" belegt hatten, samt dem Roß und dem dazugehörigen Kutscher für volle fünf Tage ohne Hinterlegung eines beträchtlichen Pfandgeldes herzuleihen. Aber der Herr von Weber, der Opernkapellmeister, war schließlich irgendwer, und das blitzsaubere