Bővebb ismertető
Lob Wann wird gelobt? Morgens, wenn ein erquickender Schlaf hinter uns liegt, oder mittags, wenn wir eine Pause einlegen, oder abends, wenn der Feierabend winkt? Wann ist es Zeit für das Lob Gottes? Paulus und Silas stimmten um Mitternacht das Lob Gottes an. Nun könnte man annehmen, diese beiden Mánner hátten eine liturgische Nacht in einer Kapelle verbracht, aber in Wirklichkeit waren sie in einer Zelle untergebracht. Das Danklied drang durch vergitterte Fenster. Das Loblied hallte durch verriegelte Türen. Das Preislied schallte durch den Zellentrakt. In Philippi wurde das Cantate domino im Bunker gesungen. Sicher gibt es Lobgesánge morgens daheim, wenn wir das Bett verlassen können; wir tatén gut daran, sie mehr zu singen. Sicher gibt es Lobgesánge mittags zu Tisch, wenn wir vor dampfenden Schüsseln sitzen; wir tatén gut daran, sie mehr laut werden zu lassen. Sicher gibt es Lobgesánge abends zu Hause, wenn wir die Last des Tages hinter uns lassen; wir táten gut daran, sie mehr zu üben. Aber es gibt auch den Lobgesang in der Nacht. Gerade er ist zum Urbild für das christliche Lied geworden. In unzáhligen Gesángen aus der Tiefe klingt er auf. Seine Melodie ist gar nie abgerissen. Wir hören es im Lied eines Paul Gerhardt, der in die Saiten greift, als um ihn herum gedroht, gemordet und gebrandschatzt wird: »Ich will den Herrn droben hier preisen auf der Erd, ich will ihn herzlich lobén, solang ich leben werd.« Oder wir hören es im Lied eines Dietrich Bonhoeffer, der nach Papier und Feder greift, als ihn seine Henker in die