Bővebb ismertető
Vorwort
Dieses Buch stellt eine Herausforderung dar. Provokativ ist stets die Frage nach der Würde des Menschen - auch Im Sport. Gibt es sie überhaupt in diesem Lebensbereich? Ist sie ein Hirngespinst von weltfremden (sportfremden) Idealisten und Phantasten? Ist sie ghuhwürdig, die Würde des Menschen, von der so viel in Staatsverfassungen und Glaubensbekenntnissen, in den Satzungen der Sportvereine und -verbände die Rede ist? Lesen Sie das Grundgesetz der j^i Bundesrepublik Deutschland einmal nach. Gleich auf der ersten Seite begegnet Ihnen die »unantastbare« Menschenwürde. Was ist gemeint? Welchen Stellenwert hat sie im Sport? Sich mit ihr einmal gründlich auseinanderzusetzen - das ist die Intention, das ist die Provokation dieses Buches! P'
Angesichts der sich häufenden Meldungen über Gewaltanwendung, Verrohung, ja Brutalität in der Sportszene erheben sich ernste Zweifel, ob hier eigentlich noch der Mensch in seiner Würde Beachtung findet. Wird nicht im Sport - vielfach im Hochleistungsund Profisport - die Konkurrenz von Emotionen geschürt, die jede noch so kleine Regung der Menschenwürde, des Friedenswillens und der Fairness im Sport erstickt? Eine Verallgemeinerung ist sicher hier fehl am Platze. Noch gibt es in sehr vielen Bereichen des Sports zahlreiche Beispiele für menschenwürdiges Verhalten und Handeln. Kaum bemerkbar »hängen sie nicht an der großen Glocke«, weil sie vielen Sportlern selbstverständlich sind. Die Mitarbeiter dieses Buches - Pädagogen, Theologen, Mediziner, Redakteure und betroffene Sportler selbst - haben sich sachlich und kritisch zugleich des Problems der Menschenwürde im Sport angenommen. In ihrer Mitverantwortung treten sie ein für einen humanen Sport im Sinne der »Christlichen Perspektiven«. Ihre Darlegungen verdienen die Aufmerksamkeit aller in irgendeiner Weise dem Sport verbundenen Menschen.
Düsseldorf, Mainz, Dezember 1982 Paul Jakobi
Heinz-Egon Rösch