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Die Iberisclie Halljinsel, im äußersten Südwesten Europas zvvisclien Atlantilv uiidMittelnieer gelegen, erstreckt sieh vom Pyrenäengebirge bis unmittelbar an den afrikanischen Kontinent, von dem sie nur durch die schmale Straße von Gibraltar getremit ist. Von hier aus sieht man bei klarem Wetter die blaue Silhouette der gegeiiüberhegenden marokkaiiiselien Sierra Bullones. Der Felsen von Gibraltar, der früher Calpe hieß, und der Ausläufer der Sierra Bullones, Abyla genannt, das sind die Säulen des Herkules, durch die einst die...
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Die Iberisclie Halljinsel, im äußersten Südwesten Europas zvvisclien Atlantilv uiidMittelnieer gelegen, erstreckt sieh vom Pyrenäengebirge bis unmittelbar an den afrikanischen Kontinent, von dem sie nur durch die schmale Straße von Gibraltar getremit ist. Von hier aus sieht man bei klarem Wetter die blaue Silhouette der gegeiiüberhegenden marokkaiiiselien Sierra Bullones. Der Felsen von Gibraltar, der früher Calpe hieß, und der Ausläufer der Sierra Bullones, Abyla genannt, das sind die Säulen des Herkules, durch die einst die Phönizier auf ihren schnellen SchilTen bis zum fernen Britannien segelten. Mit der Kvmde vom grauen Norden mit seinen langen Winternächten brachten sie aus Baetien, dein heutigen Andalusien, Zinn vuid Kupfer heim, woraus sie Bronze schmolzen, die ehemals wichtiger war als Gold. So wiu-de Iberien zum Kalifornien der damals bekannten Welt und lockte Karthager und Römer, Westgoten und Mauren ins Land, die es zivilisierten luid zu hoher Blüte fülu-ten. Ihre begehrten Bodenschätze verdankt die Halbinsel den mächtigen Gebirgen (Sierras) vulkanischen Ursprungs, die ein Drittel ihrer Oberfläche bedecken und ihr das Gepräge verleihen. Der übrige Teil des Landes sind ausgedehnte Hochebenen (Mesetas) von 800 bis 1000 Metern über dem Meeresspiegel und schmale, aber fruchtbare Tiefebenen an einigen Flußläufen und in den Küstengebieten. Der ganze Norden wird von zwei großen Gebirgsmassiven geformt, den Pyrenäen, welche die Halbinsel vom übrigen Eiu opa trennen, und dem Kantabrisehen Gebirge, das sich von der Biskaya bis Cap Finisterre im äußersten Westen der Halbinsel vorschiebt. Es setzt sich jenseits des Ebro im Iberischen Randgebirge fort, das von der Hochebene Altkastüiens bis zum Mittelmeer reicht. Zwischen den beiden spanischen Stammländern liegt im Zentrum der Halbinsel das Kastilische Scheidegebirge. Die Hochebene von Madrid geht im Westen in die Estremadura, im Osten in die Mancha über, die durch das breitgelagerte Südmassiv der Sierra Morena von der andalu-sischen Tiefebene abgeriegelt werden. Diese senkt sich breit zum Golf von Cádiz und wird im Osten von der Sierra Nevada flankiert, die bis 3300 Meter ansteigt. Die seit alters ausgebeuteten Bodenschätze verteilen sich über die ganze Halbinsel. Das Kan-tabrische Gebirge weist große Lager an Eisen, Wolfram imd Zinn sowie das mächtige Kohlenbecken von Astiu-ien auf. Auch das Iberische Randgebirge ist für seine Vorkommen an Wolfram, Nickel, Eisen und die Braunkohlenlager von Teruel bekannt. Bunt- und Edelmetalle, auch ergiebige Phosphat- und Schwefelvorkommen birgt das Andalusische Faltengebirge, die Sierra Morena neben Blei- und Manganerzen das Kohlenbecken von Penarroya sowie die größten Quecksilber- und Kupfervorkommen Europas in Almadén und Rio Tinto. Diese Sierra und die ihr vorgelagerte Hochebene der Mancha sind der Schauplatz der Abenteuer des Don Quijote. Der Dichter hat uns das Bild einer weiten und lieblichen Landschaft gemalt. Das war lange vor der Industrialisierung. Ich habe Portellano, das Zentrum des Erzbergbaus, und Almadén in den dreißiger Jahren besucht und war erschüttert über die Rückständigkeit der Abbaumethoden und die Armut der arbeitenden Bevölkerung. Es mutete mich an wie die Schilderungen des Bergarbeiterelends im Siegerland oder aus Wales in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Und hier treten die Bodenschätze fast zu Tage! Dieser Reichtum der Berge verbirgt sich hinter einem äußeren Bild von Eintönigkeit und Strenge. Der größte Teil der Sierranias ist waldarm imd verkarstet und ähnelt stark dem benachbarten afrikanischen Rif. Das war aber nicht inmiei- so. Im Mittelalter war Spanien

Termékadatok

Cím: Spanien [antikvár]
Szerző: Hanns Maaßen
Kiadó: VEB F.A. Brockhaus Verlag
Kötés: Félvászon
Méret: 230 mm x 300 mm
Hanns Maaßen művei
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