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SORRENT Paradies Europas, ein in die Campania felix gefallenes Stück Himmel. Diese Worte, alle Worte, so reich sie an Licht und Nuancen und musikalischen Kadenzen sein mögen, sind zu farblos, um den Zauber seiner Schönheiten auszudrücken: die stets grünenBerge, auf denen sich die hellen Olivenhaine von den Wäldern abheben, die Villen und auf Felsspitzen errichtete Landhäuser, die in blühenden Bergtälem und Flussebenen versteckt liegen, die smaragdgrünen Kleinhäfen und die zahlreichen romantischen Einbuchtungen Eine derart sanfte...
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SORRENT Paradies Europas, ein in die Campania felix gefallenes Stück Himmel. Diese Worte, alle Worte, so reich sie an Licht und Nuancen und musikalischen Kadenzen sein mögen, sind zu farblos, um den Zauber seiner Schönheiten auszudrücken: die stets grünenBerge, auf denen sich die hellen Olivenhaine von den Wäldern abheben, die Villen und auf Felsspitzen errichtete Landhäuser, die in blühenden Bergtälem und Flussebenen versteckt liegen, die smaragdgrünen Kleinhäfen und die zahlreichen romantischen Einbuchtungen Eine derart sanfte und gezierte Stickerei gibt es woanders garnicht. Und der erste Bestandteil eines solchen Zaubers ist vor allem das Licht, das in tausend Effekten und geometrischen Zeichnungen einmal die Landschaft leicht berührt und liebkost, dann wieder an allen Tageszeiten in sie eindringt und sie überzieht, und sich nachts in eine afrikanische Vorspiegelung verwandelt. Das im Sommer frische und im Winter frühjährliche Klima bietet einen ruhevollen und angenehmen Aufenthalt. Mit voll von Erwartungen pulsierendem Gemüt eilen die Menschen dorthin wie zu einer Heilquelle, die grosszügig einen frischen Trunk des Friedens, der Heiterkeit und vieler Lieder bietet. Der zuweilen sanfte und leise, ein andermal volle und geschmeidige Gesang sprudelt aus jeder Scholle, steigt aus jedem Herzen empor, verbreitet sich in tausend verschiedenen Sprachen, die ein Liebesband wie eine warme, mütterliche Umarmung auffängt und zusammenfügt. In Sorrent bekennen sich die tausend verschiedenen Sprachen der Welt zu zusammengehörenden Schwestern, wie die Meernymphen und Homers Götter.Nach der nebeligen Vorgeschichte, der homerischen Sage der zauberischen Sirenen, die Odysseus im Meere Poseidons (Positano) in Felsen - LI GALLI - verwandelt, ercheinen als erste Bewohner die Osker und die Phönizier.Später kommen die für die Schönheit und den Gesang so empfindsamen Griechen, die Etrusker, die Samniter, die Appier und Perugier, die trotz ihrer Verbündung mit den Lukaniern und Bruzen ihre Keulen, Bogen und Speere angesichts des Vormarsches der römischen Legionen unter der Führung der Konsuls C. Spurio Corvino und L. Papinio Cursore niederlegen mussten. Auch der stolze Hannibal geruhte dort auszurasten, wie der Historiker T. Livius erwähnte, und als er zur Abfahrt gezwungen war, stand er unbeweglich auf dem auf den wilden Wellen schaukelnden Dreiruderer und weinte, wobei er sich selbst verfluchte weil er es versäumt hatte, die siegreichen Feldzüge von Canne und den Trasimenischen See voll auszuwerten und sich den verhängnisvollen Mussezeiten in Capua, Nola und Cuma hingegeben hatte. Nach dem marsischen oder Sozialkrieg, der von Silone projektiert und durchgeführt wurde, und gegen welchen Silla das Schwert ergriff, entwickelten sich unter den Konsuls Gnäus Pompejus, Vater des grosen Pompejus, Gegner Cäsars, und unter L. Carbone die römischen Ansiedlungen und das römische Leben begann, sich zu organisieren. Zu Beginn der Kaiserzeit des Augustus begann der römische Adel sich in diesen Gegenden niederzulassen, wo das lebhafte und sorglose süsse Leben des Kaiserreiches zu pulsieren begann.Von Sarno bis zum Minerva-Tempel und weiter tiefer nach der Campanella-Spitze zu war alles ein Wiederaufblühen des römischen Lebens nach alexandrinischem Vorbild. Eine Idee des römischen SURRENTUM kann man bei Annäherung der Stadtmitte gewinnen. Die heutigen Wohnviertel S. Cesáreo und Fuoro bildeten damals das decumanus maximus , während Via Tasso das cardo maximus darstellte.Hier erstanden jedenfalls Tempel, Thermalbäder, Theater, der Zirkus, das Pantheon und zwei dem Meere entgegen geöffnete Pforten. Eine von ihnen heisst Marina Grande.Im Grünen längs der Berghänge oder in den stillen kleinen Tälern erstanden im Schutze der Felsmassen reizende Villen und es wurden üppige Weingärten angelegt. Horatius als lachlustiger Feinschmecker beurteilt den Wein von Sorrent als dem Falernowein überlegen. Martial lobt die aus feinstem Tonstaub in den sorrentinischen Dreherwerkstätten hergestellten Vasen.Nach dem Vulkanausbruch des Jahres 79 n. Chr. entleerte sich Sorrent und sein Erdboden blieb jahrhundertelang unfruchtbar. Es wurde von den Goten zerstört, von den Langobarden unterworfen, bis es schliesslich unter die Herrschaft Neapels, damals unabhängiges Herzogtum, kam (744). Es musste die Einfälle der Sarazener ertragen. Davon zeugen die hier und da an der Küste stehenden klotzigen Türme. Diese einsmals wundervollen Ortschaften hatten das Aussehen einer verblühten Jugend und die Blässe der Unfruchtbarkeit. Um Sorrent kämpfte Guaimaro von Salerno gegen Rüdiger dem Normannen, Enkel des grossen Guiscard; aber neues Leben blitzte unter dem Hause Anjou wieder auf und es teilte mit Neapel die wechselreichen Begebnisse. Rom blüht wieder auf, noch erstehen prächtige Villen des römischen Adels, und wie ein Glücksstern, kommt dort am 11. März 1544 der Dichter Torquato Tasso zur Welt (1544-1595).Die Phantasie macht Sorrent zu einer farbenfreudigen, lebenshungrigen Auster. Es ist ein im Tufstein und Felsen gebettetes Kleinod und eine Perlenkette mit himmlischen Namen: Sant'Agata, Sant'agnello, SantAngelo, Fontanelle, Bonea, Seiano, Vicoequense, Meta Piano. Von Salerno durch einen grünen Bergrücken getrennt, misst sich das wundervolle Sorrent mit dieser Reihe von schönen Aufenthaltsorten mit dem Zauber Neapels, schaut den ungeheuerlichen Vesuv von der Seite an, aber es streckt die Arme aus wie in einer Einladung zum Tanz auf den Wellen des Meeres, mit den drei mythischen Schwestern Capri, Ischia und Procida, die von einer geheimnisvollen Schönheit umgeben sind. Und zusammen mit den Zitronen, Orangen, Oel, Wein, Nüssen, Käsesorten, feinen Kunstgewerbearbeiten, stehen in den Schaufenstern eleganter Boutiques Klöppelspitzen, Seidenwaren, hölzerne Einlegearbeiten, Holzmosaiken und Stickereien zur Schau, die das Herz der Besucher erfreuen.

Termékadatok

Cím: Sorrent und Umgebung [antikvár]
Szerző: Prof. Lo Piccolo Don Salvatore
Kiadó: Edizioni Plurigraf
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 190 mm x 240 mm
Prof. Lo Piccolo Don Salvatore művei
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