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Kindheit
Erich Honecker wurde am 25. August 1912 in Neunkirchen im Saargebiet geboren. In seinem zweiten Lebensjahr siedelte die Familie in das angrenzende Wiebelskirchen, den Heimatort des Vaters, über. Im Saarbrücker Steinkohlenrevier gelegen, ist die Landschaft beherrscht von Fördertürmen der Kohlenschächte, von Abraumhalden und Hochöfen. Von den damals etwa 8000 Einwohnern waren ein Drittel Bergleute und Eisenschmelzer. In dieser Umwelt, die den Stempel der Industrie, harter Arbeit für kargen Lohn, kapitalistischer Herrschaft und Ausbeutung trug, wuchs Erich Honecker mit seinen fünf Geschwistern, drei Schwestern und zwei Brüdern, auf.
Der Vater, Wilhelm Honecker, war ein klassenbewußter Bergarbeiter. Die Mutter Karoline, geborene Weidenhof, stammte aus einer Metallarbeiterfamilie. Mit der ihm eigenen Energie und Konsequenz nahm der Vater schon Jahre vor dem ersten Weltkrieg als Mitglied der deutschen Sozialdemokratie, der Partei August Bebels, und der Gewerkschaft aktiv am Kampf der revolutionären Arbeiterbewegung gegen kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung teil und erwarb sich Ansehen und Vertrauen bei seinen Kollegen. Davon wurde auch wesentlich die Atmosphäre im Ehernhaus geprägt. Das kleine Arbeiterhäuschen, in dem die FamiHe Honecker lebte, war ein Treffpunkt klassenbewußter Arbeiter und Gewerkschafter. Es beherbergte nicht selten auswärtige Genossen, diente der Beratung und
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